Das Programm des MMK Frankfurt 2017

Ausstellungen im MMK 1

Ausstellungen im MMK 2

Ausstellungen im MMK 3

MMK 1:

Ed Atkins. Corpsing
3. Februar bis 14. Mai 2017

Ed Atkins Courtesy Kate Friend, 2015
Ed Atkins
Courtesy Kate Friend, 2015

Im Rahmen der Frankfurter Positionen zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main die erste institutionelle Einzelausstellung von Ed Atkins (*1982 in Oxford, GB) in Deutschland. Unter dem programmatischen Titel „Ich Reloaded – Das Subjekt im digitalen Zeitalter“ widmen sich die Frankfurter Positionen 2017 der Frage, inwiefern sich die Definition und Konstruktion des Selbstbildes im digitalen Zeitalter verändert und welche Rolle dabei der zunehmend unreflektierte Umgang mit, beziehungsweise die Preisgabe persönlicher Daten im Internet spielt. Ed Atkins gilt als Pionier einer jungen Künstlergeneration, die mittels digitaler Bildtechnik, eine immersive und hyperreale Bildwelt erschafft und in dieser artifiziellen Parallelwelt über existentielle Fragen des Menschseins im digitalen Zeitalter reflektiert. Seine Arbeiten beleuchten damit eine allgemeine gesellschaftliche Entwicklung, die das etablierte Selbstverständnis des Subjekts grundlegend in Frage stellt.

Atkins hat in den letzten Jahren einen einzigartigen Werkkomplex aus textbasierten, performativen und installativen Videoarbeiten geschaffen. Er kreiert einen virtuellen Protagonisten – eine Art Alter Ego –, der in seinen Werken immer wieder auftaucht und dessen Profil er kontinuierlich weiterentwickelt. Diese digital generierte Figur pendelt zwischen Hyperrealität und radikaler Künstlichkeit und erlebt existentielle Zustände wie Einsamkeit, Entfremdung, Tod oder Erkrankung. Pseudorealistisch konstruiert und dynamisch geschnitten wirken die computergenerierten high definition Bilder mit ihrer intensiven Visualität als umfassendes emotionales Raum- und Klangerlebnis auf die Besucher ein.

Auf einer Metaebene beschäftigen sich seine Werke mit der Frage, welchen Einfluss Automatisierung, Technologisierung und Digitalisierung auf unsere individuelle Lebenswirklichkeit, unser Bewusstsein, unser Selbstverständnis und die damit verbundene Konstruktion zeitgenössischer Identitätskonzepte ausüben. Die Ausstellung im MMK 1 präsentiert eine Auswahl der neuesten Arbeiten des Künstlers.

Im Wintersemester 2016/2017 ist Ed Atkins im Rahmen der Frankfurter Positionen 2017 Gastprofessor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule. Gemeinsam mit den Studierenden erarbeitet er ein eigenständiges Format zum Thema der Ausstellung.

Ein Werkauftrag für die Frankfurter Positionen 2017 – Eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung

Eröffnung: Donnerstag, 2. Februar 2017, 19 Uhr

Claudia Andujar: Morgen darf nicht gestern sein
18. Februar bis 25. Juni 2017

Claudia Andujar, from the series Marcados, 1981–1983 Courtesy Claudia Andujar and Galeria Vermelho, São Paulo, Brazil
Claudia Andujar, from the series Marcados, 1981–1983
Courtesy Claudia Andujar and Galeria Vermelho, São Paulo, Brazil

Erstmals in Europa gibt diese Ausstellung im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main einen umfangreichen Einblick in das fotografische Werk der in Brasilien lebenden Künstlerin Claudia Andujar (*1931 in Neuchâtel, Schweiz). Im Rahmen ihres aktivistischen Engagements zum Schutz der Yanomami, Brasiliens größter indigener Volksgruppe, entstand in den 1970er-Jahren ihre bedeutende Serie „Marcados“ (dt. „Die Markierten“). Diese Porträts waren für die Künstlerin der Beginn einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kultur der Yanomami. Neben der umfangreichen Serie „Marcados“ präsentiert die Ausstellung fotografische Werkgruppen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. So reiste Andujar 1976 von São Paulo aus zu den Yanomami im Norden des Landes und dokumentierte die Reise fotografisch aus der Heckscheibe ihres VW Käfers.

Die subjektive Perspektive der Fotografin spiegelt sich auch in den aus dem Helikopter aufgenommenen Bildern des endlos scheinenden, modernistischen Straßennetzes São Paulos sowie des von üppiger Vegetation umgebenen traditionellen Rundbaus der Yanomami im Amazonasgebiet wieder. In der Gegenüberstellung dieser beiden Werkgruppen zeichnet Andujar ein Panorama Brasiliens zwischen Stadt und Natur. Für die Serie „Rua Direita“ setzte sie sich auf die gleichnamige Straße, einer viel bevölkerten Verkehrsader São Paulos und fotografierte die Passanten mit einem Weitwinkelobjektiv. Die in extremer Untersicht abgelichteten Personen kommen ihr zwar physisch nah, drücken in ihren Gesichtern und Gesten jedoch Distanz, Verwunderung und Abwehr aus. In starkem Kontrast zu den intimen Porträts der Yanomami verweisen diese Aufnahmen auf den Einfluss des urbanen Lebens auf die Menschen. Kurz vor dem Putsch, der die bis 1985 andauernde Militärdiktatur des Landes einleiten sollte, dokumentierte Andujar 1964 in der Serie „Marcha da Família“ die Demonstrationen in São Paulo, die sich aus nationalistischer und konservativer Richtung gegen die Gründung einer kommunistischen Regierung richteten. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste in Brasilien und der kürzlich verkündeten Klima-Ziele des Landes zeichnet sich Andujars Werk bis heute durch eine hohe Aktualität und Brisanz aus.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Kooperationspool der Stadt Frankfurt und die Deutsche Börse Photography Foundation gGmbH, mit freundlicher Unterstützung von dem Brasilianischen Außenministerium Itamaraty; Generalkonsulat von Brasilien; Goethe-Institut, São Paulo und dem Schweizerischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main.

Eröffnung: Freitag, 17. Februar 2017, 19 Uhr

Carolee Schneemann: Kinetische Malerei
31. Mai bis 24. September 2017

Im MMK 1 präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine umfassende Retrospektive zum Werk der US-amerikanischen Künstlerin Carolee Schneemann (* 1939 in Fox Chase, Pennsylvania), die 2015/16 bereits im Museum der Moderne Salzburg für großes Aufsehen gesorgt hat. Vorgestellt wird ein sechs Jahrzehnte umspannendes Werk als Genealogie einer Malerei, die in Bewegung gerät und in neue Formen von Kunst mündet.

Als Pionierin der Performance-Kunst ist Schneemann in die Geschichte der Kunst eingegangen. Ihre Arbeiten über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst sind von wegweisendem Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Das MMK präsentiert in dieser Werkschau Schneemanns berühmte Arbeiten und Performances gleichzeitig mit bisher noch nie oder selten gezeigten Werken und rückt damit neue Facetten ihres künstlerischen Wirkens in den Fokus. Ausgehend von Schneemanns früher Landschafts- und Portraitmalerei aus der Mitte der 1950er-Jahre, die sich zu objekthaften „Gemälde-Konstruktionen“ entwickelt, wird die Rolle von Malerei in Verbindung mit ihren Performances, Choreografien und experimentellen Filmarbeiten untersucht.

Carolee Schneemann studierte Malerei am Bard College in Annandale-on-Hudson, NY, an der Columbia University und an der University of Illinois. Sie begann früh, ihre Gemälde mit einfachen Mechanismen in Bewegung zu setzen und Fotografien und Gegenstände aus ihrem Alltag in Arbeiten zu integrieren, für die sie den Begriff Painting Constructions prägte. Zahlreiche Werke aus dieser Gruppe, in denen sie unter anderem auch Feuer als gestalterisches Material einsetzte, sind in der Ausstellung zum ersten Mal zu sehen. 1961 zog die Künstlerin nach New York und wurde dort Teil der avantgardistischen Entwicklungen der Downtown-Kunstszene in Film, Tanz, Happening und Event. Der Wunsch, die Malerei über die Leinwand hinauszutragen und zugleich Schöpferin und Darstellerin ihrer Bilder zu sein, führte zu einer hybriden Form von Performance und Fotografie, in der sie ihren Körper maßgeblich einbrachte. In zahlreichen Arbeiten setzte sich Schneemann speziell mit dem weiblichen Körper im historischen und gesellschaftlichen Kontext auseinander und untersuchte Lust und Erotik aus einer weiblichen Sichtweise.

Eine Ausstellung organisiert vom Museum der Moderne Salzburg in Kooperation mit der MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Die Ausstellung wird von Sabine Breitwieser, Direktorin des Museum der Moderne Salzburg, kuratiert; beratender Kurator Branden W. Joseph, Frank Gallipolli Professor of Modern and Contemporary Art, Columbia University, New York; Mitarbeit Tina Teufel, Kuratorin, Museum der Moderne Salzburg.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Freunde des MMK.

Eröffnung: Dienstag, 30. Mai 2017, 20 Uhr

Globale Gleichzeitigkeiten
Die Sammlung des MMK im Dialog mit lateinamerikanischer Kunst der 1960er- und 70er-Jahre
25. November 2017 bis 2. April 2018

Für eine der größten Ausstellungen in der Geschichte des Hauses kooperiert das MMK im Rahmen des Programms „Museum Global“ der Kulturstiftung des Bundes mit dem Museo de Arte Moderno de Buenos Aires (MAMBA). Idee und Ziel dieser Ausstellung ist es, auf der Basis der Zusammenarbeit und des Austausches mit dem MAMBA Hauptwerke aus der Sammlung des MMK auf allen Ausstellungsebenen des MMK 1 in einen vertiefenden und befruchtenden Dialog mit Schlüsselwerken lateinamerikanischer Kunst zu bringen. Die Sammlung des MMK mit ihren einzigartigen Beständen an amerikanischer Pop- und Minimal-Art und den maßgeblichen Positionen aus Deutschland bietet dafür umfassendes Material. Die Gegenüberstellung mit Werken aus lateinamerikanischen Sammlungen erlaubt eine neue und andere Perspektive auf die eigenen Bestände. Nach der Präsentation im MMK wird die Ausstellung im folgenden Jahr in Buenos Aires zu sehen sein.

Das MMK verfolgt seit einigen Jahren in seinem Ausstellungsprogramm und in seiner Sammlungspolitik die Öffnung und Erweiterung auf nicht-westliche Positionen der internationalen Gegenwartskunst und untersucht kritisch die veränderten sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen in einer globalisierten Welt. Die wechselseitige Perspektive aus zwei Kontinenten und Kulturen birgt die Möglichkeit einer veränderten Wahrnehmung der eigenen Sammlung.

Obwohl der Kunst des lateinamerikanischen Kontinents seit einigen Jahren ein verstärktes Interesse in Europa und Nordamerika entgegengebracht wird, ist die Beschäftigung damit in europäischen Institutionen noch ausbaufähig. Die Beiträge zu den wichtigen Ausstellungen und Biennalen sind sporadisch und in vielen Fällen isoliert. Das hat zur Folge, dass der Beitrag Lateinamerikas zur Kunstentwicklung der Nachkriegszeit zu wenig bekannt ist und in den kunsthistorischen Diskursen in Europa, teilweise auch in den USA, eine viel zu geringe Rolle spielt. Dies ist umso erstaunlicher, als lateinamerikanische Künstler ihr Werk oftmals im Dialog mit den Entwicklungen in Europa und Nordamerika gebildet haben.
In der Ausstellung werden nicht allein einzelne Positionen präsentiert, sondern die 1960er- und 70er-Jahre in ihrem Verlauf in den Blick genommen. Vor den sehr unterschiedlichen politischen, ökonomischen und historischen Hintergründen werden Entwicklungslinien in ihren Parallelitäten, in ihren Überschneidungen und in den Gegenstellungen sichtbar.

Die beiden Ausstellungen in Buenos Aires und Frankfurt am Main werden von einem umfangreichen Programm begleitet.

Die Ausstellung im MMK wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Eröffnung: Freitag, 24. November 2017, 20 Uhr

Ausstellungen im MMK 2

Primary Structures. Meisterwerke der Minimal Art
22. Februar bis 13. August 2017

Fred Sandback, Untitled, 1968 Courtesy Fred Sandback Archive Foto/photo: Axel Schneider
Fred Sandback, Untitled, 1968
Courtesy Fred Sandback Archive Foto/photo: Axel Schneider

Mit einer solchen Konzentration, Vielfalt und Qualität an Werken der Minimal Art wie sie in der Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst zu finden ist, kann in Deutschland kaum ein anderes Museum aufwarten. Die Ausstellung „Primary Structures“ zeigt erstmals in einer umfassenden Schau die Meisterwerke dieses Sammlungsschwerpunktes.

Durch den Ankauf der ehemaligen Sammlung von Karl Ströher durch die Stadt Frankfurt im Jahr 1981 besitzt das MMK ein einzigartiges Konvolut von Werken US-amerikanischer Minimal Künstler der 1960er-Jahre, darunter umfangreiche Werkgruppen von Carl Andre, Walter De Maria, Dan Flavin, Donald Judd und Fred Sandback. Zudem gehören mit der 2006 von dem ehemaligen Galeristen und Sammler Rolf Ricke erworbenen Sammlung auch herausragende Werke des Postminimalismus zu den Beständen des MMK.
Die Vertreter der neuen Kunstströmung Minimal Art, die sich in den frühen 1960er-Jahren in den USA entwickelte, strebten in ihren Werken nach Objektivität, Logik und industrieller Fertigung ohne künstlerische Handschrift. Sie reduzierten ihre Arbeiten auf einfache übersichtliche und meist geometrische Grundstrukturen, sogenannte „Primary Structures“.

Neben diesem Grundprinzip der Minimal Art bezieht sich der Titel der Ausstellung im MMK 2 ebenfalls auf die legendäre und in ihrer Bedeutung bahnbrechende gleichnamige Ausstellung im Jewish Museum in New York 1966. Das Schlüsselwerk Cage von Walter De Maria von 1965 aus der Sammlung des MMK war damals bereits in dieser aus heutiger Sicht wegweisenden Ausstellung in New York zu sehen.
50 Jahre nach dieser ersten Überblicksschau zum Minimalismus wirft das MMK den Blick auf diese historische Kunstrichtung auch aus der Sicht der Gegenwart und den Perspektiven der Künstlerinnen und Künstler der Museumssammlung, die in dieser Tradition stehen und diese kritisch reflektieren. Dazu gehören Jo Baer, Bruce Nauman, Robert Barry, Robert Mangold, Charlotte Posenenske, Peter Roehr, Lewis Stein und William Forsythe, aber vor allem die Vertreter der jüngeren Künstler-Generationen wie Teresa Margolles, Michael Beutler, Benedikte Bjerre, Ceal Floyer, Jonas Weichsel, Sarah Morris oder Santiago Sierra. Die Ausstellung untersucht die internationale Ausstrahlung der einflussreichen künstlerischen Bewegung der Minimal Art von den 1960er-Jahren bis in unsere unmittelbare Gegenwart.

Die Sammlungspräsentation findet ihren Auftakt mit der Rekonstruktion zweier historischer Ausstellungssituationen in der ehemaligen Galerie von Heiner Friedrich in München 1968 mit Carl Andres Bodenskulptur „22 Steel Row“ und Dan Flavins Licht-Raum-Installation „Two primary series and one secondary“.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Freunde des MMK.

Eröffnung: Dienstag, 21. Februar 2017, 20 Uhr

Ausstellungen im MMK 3

Deutsche Börse Photography Prize
29. Juni bis 17. September 2017

Bereits zum zweiten Mal zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main die Arbeiten der Finalisten des Deutsche Börse Photography Prize. Die diesjährige Auswahl würdigt nicht nur etablierte fotografische Erzählungen, sondern auch experimentelle und konzeptionelle Ansätze in der Dokumentar-, Landschafts- und Porträtfotografie. Alle vier Finalisten beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit Fragen wie denen nach Wahrheit und Fiktion, was gewiss ist oder ungewiss, was das Reale vom Idealen unterscheidet sowie nach dem Verhältnis von Beobachten und Beobachtet werden.
Die Werke der Finalisten werden zunächst vom 3. März bis 11. Juni 2017 in der Photographers‘ Gallery in London und anschließend im MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt zu sehen sein.
Zu den Finalisten gehören: Sophie Calle, Dana Lixenberg, Awoiska van der Molen sowie das Künstlerduo Taiyo Onorato und Nico Krebs.

Der Deutsche Börse Photography Prize wird jährlich an einen zeitgenössischen Fotokünstler beliebiger Nationalität vergeben, der im Vorjahr in Form einer Ausstellung oder Publikation einen bedeutenden Beitrag zur Fotografie in Europa geleistet hat.

Als einer der renommiertesten Preise im Bereich Fotografie macht er auf wegweisende Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie aufmerksam und zeigt Werke von Künstlern, die die aktuelle internationale Fotoszene prägen.

Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt im Frühjahr 2017 im Rahmen einer Preisverleihung während der Ausstellung in der Photographers‘ Gallery.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Deutsche Börse AG.

Eröffnung: Mittwoch, 28. Juni 2017, 19 Uhr

Absolventen der Städelschule
19. Oktober bis 19. November 2017

Zum neunten Mal präsentiert das MMK 3 die Absolventenausstellung der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule.
Damit setzt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main die langjährige Kooperation mit der Städelschule fort, aus der in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Ankäufe für die MMK Sammlung hervorgegangen sind. Die Kooperation der beiden Institutionen unterstreicht die beidseitige enge Verbundenheit und gibt den Besuchern einen Einblick in das große künstlerische Potential Frankfurts.

Eröffnung: Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung. Lisa Pahlke und Richard Leue
9. Dezember 2017 bis 11. Februar 2018

Die Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler vergibt seit 2003 Arbeitsstipendien an junge Künstlerinnen und Künstler. Lisa Pahlke und Richard Leue, die Stipendiaten der Jahre 2016/17, präsentieren ihre Arbeiten im MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main.
Lisa Pahlke, die 1987 in Potsdam geborene Meisterschülerin bei Prof. Monika Brandmeier, überzeugte die Auswahljury mit ihrer zeichnerischen Position. In ihren Arbeiten sucht sie nach neuen, ungegenständlich anmutenden Formen. Die rätselhaften Gebilde erscheinen topografisch modelliert und lassen das Auge immer wieder neue Tiefen, Farbabstufungen und Überlappungen finden.
Richard Leue wurde 1986 in Hoyerswerda geboren. Er studierte zunächst bei Prof. Lutz Dammbeck und seit 2015 bei Prof. Carsten Nicolai. Leues Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Pop-, Sub-, Alltags-, Gegen- und Hochkultur. Ursprünglich von der Grafik kommend, hat Leue grenzüberschreitend Sound, Text, Performance und Tätowieren in seine Arbeiten integriert. Eine Grenze zwischen Bildender Kunst und Gebrauchsgrafik lässt sich dabei nicht ziehen. Kunst ist für Leue eine Intervention in den Alltag hinein, bei der ihn ästhetische und soziale Fragen gleichermaßen interessieren.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Jürgen Ponto-Stiftung.

Eröffnung: Freitag, 8. Dezember 2017, 19 Uhr

Mehr unter mmk-frankfurt.de

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