GRÜSSE AUS FUKUSHIMA – Filmgespräch mit Doris Dörrie

Doris Dörrie im Gespräch mit Ulrich Sonnenschein (epd Film).

Für ihren neuen Film kehrte Doris Dörrie nach dem großen Erfolg von KIRSCHBLÜTEN – HANAMI (DE 2008) nach Japan zurück und drehte in der Provinz Fukushima und in der Hauptstadt Tokio.

GRÜSSE AUS FUKUSHIMA
Deutschland 2016. R: Doris Dörrie
D: Rosalie Thomass, Kaori Momoi, Nami Kamata. 108 Min.
Es läuft nicht gut für Marie: Nach dem Verlust ihrer großen Liebe will sie nur noch ganz weit weg. In ihrem Kummer schließt sie sich der Organisation „Clowns – 4Help“ an, die in Fukushima Opfern der Natur- und Atomkatastrophe von 2011 mit humoristischen Auftritten Freude bereiten möchte. In Japan angekommen, stellt Marie bald fest, dass sie für diese Aufgabe nur wenig Talent hat. Doch anstatt abzureisen, sucht sie die Nähe der eigenwilligen alternden Geisha Satomi, die in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückkehren will. Auf magische Weise erkennen die beiden Frauen, dass sie sich von ihren Erinnerungen lösen müssen.

Doris Dörrie, geboren 1955 in Hannover, feierte ihren internationalen Durchbruch 1985 mit MÄNNER. Der Film gewann vier Deutsche Filmpreise und machte Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht berühmt. Aufsehenerregend und preisgekrönt waren auch ihre Werke HAPPY BIRTHDAY, TÜRKE (DE 1991), KEINER LIEBT MICH (DE 1993), NACKT (DE 2002) und GLÜCK (DE 2012). Mit KIRSCHBLÜTEN – HANAMI (DE 2008) gelang Dörrie einmal mehr ein bewegendes und eindringliches Werk.

3. März 2016 im Kino des Deutschen Filmmuseums

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