Die Kapelle und das spezifische Gewicht der Zeit

Einen Monat lang, vom 3. November bis 3. Dezember 2017, ist in der ehemaligen Schlosskapelle im Weimarer Stadtschloss eine künstlerische Intervention zu sehen. Darin treten Beiträge verschiedener Künstlerinnen und Künstler in einen Dialog mit der Geschichte des historischen Kapellenraumes. Die Intervention kann in exklusiven Führungen freitags um 14 und 16 Uhr, samstags um 11 und 14 Uhr sowie nach Vereinbarung besichtigt werden.

Von Clemes Wenzeslaus Coudray 1828 entworfen und ab 1844 auf Bestreben des damaligen Erbherzoges Carl Alexander neo-romanisch ausgestaltet, wurde die Kapelle im Weimarer Residenzschloss 1847 eingeweiht. Im 20. Jahrhundert erfolgte eine Umnutzung des Kapellenraumes, zunächst als Konzertsaal und Bachgedenkstätte, ab 1968 als Büchermagazin der Zentralbibliothek der deutschen Klassik. Um den Raum als Magazin nutzbar zu machen, wurden 86 Tonnen Stahl zu einer vierstöckigen Konstruktion in ihm eingebaut. Nach dem Leerzug des Magazins und ersten Restaurierungen sind heute die verschiedenen Fragmente seiner Gestaltungen und ehemaliger Nutzungen im Laufe der Zeit nebeneinander erkennbar.
Daten zur Intervention

Idee und Konzeption von Dr. Anne Brannys
Beteiligte Künstler: Thomas Behling, Dagmar Fella, Harriet Groß, Eleana Katanu, Edith Kollath, Chelsea Leventhal, Falk Messerschmidt, Fabian Reimann, Laurel Terlesky, Katja Marie Voigt und Ladislav Zajac
Besichtigung nur mit Führung | freitags 14 und 16 Uhr | samstags 11 und 14 Uhr | nach Vereinbarung

Mehr unter www.klassik-stiftung.de

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