Ein Blick in die analoge Kryptographie im Deutschen Museum

Kryptologie-Experte Lars Larsson erklärt die Rotor-Chiffriermaschine HC-9 der schwedischen Firma Transvertex. Das Kryptografiergerät ist Teil der beeindruckenden Privatsammlung von Dr. h. c. Klaus-Peter Timmann (1940 – 2002), die jetzt ihren Weg ins Deutsche Museum gefunden hat. Sie besteht aus Kryptografie-Maschinen unterschiedlichster Herkunft – zum Teil mit einem „unknackbaren“ Code. Außerdem dabei: das erste gedruckte Kryptografie-Buch überhaupt von 1564, ein Kryptografie-Telefon russischer Herkunft – das angeblich Erich Honecker selbst benutzt hat – und Verschlüsselungs-Geräte von Timmanns Firma TST. Darunter ist auch ein Spionagekoffer, der auch aus einem James-Bond-Film stammen könnte.

Marion Winkelbauer, die Witwe des Sammlers Timmann, hat sich dafür eingesetzt, dass das Deutsche Museum die Sammlung bekommt. Sie sagt: „Wir wollten verhindern, dass die Sammlung meines Mannes auseinandergerissen wird. Das hätte ich meinem Mann auch nach seinem Tod nicht antun dürfen – er war ja selbst so stolz auf die Sammlung. Und wir wollten, dass sich auch künftige Generationen von Forschern und Studenten die Objekte noch anschauen können. Deshalb haben wir uns für das Deutsche Museum entschieden.“

Mehr unter www.deutsches-museum.de

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