#FreeKunsthalle: Pimp your Seflie!

Mit dem Smartphone hat man quasi die ganze Welt in der Tasche: Man kann sich zu Tode recherchieren, informieren und kommunizieren. Manchmal will man aber einfach nur seine Ruhe… vor den Eltern, dem Leistungsdruck, den Whats App-Gruppen. Dann geht doch mal ins Museum. Die Kunst stellt Dich nicht in Frage. Und wenn es Dir dann doch mal zu still wird: Handys sind im Museum erlaubt.


Wusstet Ihr, dass bei uns Spiegelselfies möglich sind? Nur eine Sache vorweg: T-Shirts bitte anlassen! Freizügigkeit im Museum ist der Kunst überlassen. Unsere Aufsichten und alle anderen Besucher finden es vermutlich nicht so toll, wenn Mädchen im Sport BH oder Jungs komplett oben ohne durch die Sammlung marschieren… Eine sportliche Leggins hingegen dürfte durchgehen. Ein klassisches Duckface haben wir leider nicht wirklich in der Sammlung. Vielleicht kommt der Jakob im Bild „Jakob und Rahel“ (1823) von Gustav Heinrich Naeke dem noch am nächsten (Raum 19). Aber darüber hinaus haben wir viele andere individuelle Gesichtsausdrücken zu bieten, die zum Nachmachen einladen! Zum Beispiel Blicke, die an das Emoji, das die Augen rollt erinnern… Also, Pimp your Selfie mit Kunst!

Das Museum ist ein perfekter Ort für ein Date!

Warum? Weil man sich…

  1. nicht die ganze Zeit anschweigt wie im Kino.
  2. Man sitzt nicht frontal gegenüber, wie in einer Kneipe. Schweigen ist also nicht peinlich
  3. Ihr bekommt Input für ein Gespräch, entweder durch eine Führung oder durch die Werke an sich.
  4. Man kann gleich mal sehen, ob man gleiche Meinungen teilt. Kunstwerke von Barlach, Picasso oder Vogeler bieten ausreichend Anlass über Liebe zu sprechen.
  5. Es beeindruckt die Eltern von Deinem Date.
  6. Es gibt sowohl schummerige Ecken als auch helle, die ausreichend Grabsch-Schutz bieten 😉

Heidi Who?! Schönheit ist relativ

Ob im Fernsehen bei Heidi Klum oder beim Bachelor, in der Schule auf dem Pausenhof, oder auf Partys – fast überall geht es um Schönheit, hippe Kleidung und Schlankheitswahn. Tatsächlich ist Schönheit aber relativ.
Anhand von Kunstwerken könnt Ihr das hautnah nachverfolgen und die verschiedensten Ideale entdecken: Frauen wurden früher beispielsweise eher mit weiblichen Rundungen gezeigt, weil ein gewölbter Bauch Fruchtbarkeit symbolisierte. Skulpturen von der Liebensgöttin Venus machen dies deutlich.

Bei machen Porträts im Museum, wie zum Beispiel dem von Vittoria Caldoni von Markus Rehbnitz, denkt Ihr heute vielleicht „Ja und?“ Früher allerdings verkörperte die Dargestellte das Schönheitsideal und die Maler standen reihenweise Schlangen, um sie malen zu dürfen. Und jetzt dürft Ihr mal raten, wie alt Vittoria auf dem Gemälde war… gerade mal 13 Jahre!
Also, lasst Euch vom Fernsehen oder von Freunden nicht verunsichern. Schönheit ist relativ und liegt im Auge des Betrachters.

In der Kunsthalle Bremen gibt es neben Gemälden und Skulpturen auch verschiedene Multimedia Installationen, in denen man – mal ganz objektiv gesprochen – wunderschöne Fotos machen kann! Schon allein das Treppenhaus oder die Kombination von Neu- und Altbau-Fassade ist unschlagbar.

Das Museum als Instagram-Hotspot

Viele der Werke sind immer zu sehen. Wie zum Beispiel eine über drei Etagen gehende Arbeit von James Turrell. Das Ton- und Licht-Enviroment verändert laufend seine Farben, die Euch eventuell an das Musikvideo „Hotline Bling“ von Rapper Drake erinnern? Der hat sich für den Dreh nicht mit Turrell besprochen, und deshalb Ärger mit ihm bekommen…
Manche Werke werden aber nur vorübergehend ausgestellt. Wie zum Beispiel die 3-Kamera-Installation von Nam June Paik oder die Delfine-Rauminstallation von Diana Thater! Beide sind noch bis 3. September 2017 in der Ausstellung „Auto Vision. Medienkunst von Nam June Paik bis Pipilotti Rist“ zu sehen.

Also regelmäßig in der Kunsthalle vorbeischauen für neue Instagram Fotos lohnt sich! Vor allem weil der Eintritt bis 18 ja kostenfrei ist, dank der Sparkasse Bremen.

Mit Freunden ins Museum statt ins die Kneipe

Mit Freunden kann man genauso gut ins Museum gehen, statt ins Wohnzimmer oder auf den Deich! Wieso hat sich das Museum bisher eigentlich nicht als Ort zum Abhängen mit Freunden etabliert? Ihr müsst keinen obligatorischen Drink bezahlen, um bleiben zu dürfen. Es gibt Sitzmöglichkeiten. Stehen geht auch. Lachen und reden darf man auch. Wenns am Wochenende tagsüber regnet und der Deich matschig ist hat das Museum geöffnet. Ihr könnt über die Kunst reden, müsst Ihr aber nicht. Wir bieten verschiedene Atelierkurse für Jugendliche an, falls Ihr Lust habt Euch kreativ auszutoben. Und: Der Eintritt in die Kunsthalle Bremen ist bis 18 Jahre kostenfrei, dank der Sparkasse Bremen.

Produktion: sendefähig GmbH Bremen

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