Herlinde Koelbl im Gespräch mit Kuratorin Karin Gimmi zu ihrer Ausstellung „Targets“

Die Fotokünstlerin Herlinde Koelbl im Gespräch mit der Ausstellungskuratorin Karin Gimmi während des Aufbaus von „Targets − Fotografien von Herlinde Koelbl“ im Museum für Gestaltung.

Wie sieht der Feind aus? Hat er ein Gesicht? Herlinde Koelbl zeigt im Projekt „Targets“, mit welchen Feindbildern zielen und treffen, schiessen und letztlich töten systematisch eingeübt wird. Die herausragende deutsche Fotokünstlerin hat während sechs Jahren Militärschiessziele in über 30 Ländern aufgenommen. Entstanden sind Fotografien zerfetzter menschlicher Silhouetten aus Karton, durchlöcherter Plastikpuppen oder zerschossener Blechfiguren in einem Acker. Ob in China, Russland, im Nordirak oder in der Schweiz: Die Zielscheiben stehen für den jeweiligen Gegner. Ergänzt durch Soldatenporträts, Video- und Soundinstallationen und Interviewzitate sind diese Bilder nun erstmals in der Schweiz zu sehen. Sie lassen die reale Grausamkeit von Tod und Krieg spürbar werden.

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