Historisches Museums Basel: Sechsmonatsbilanz des Direktors Marc Fehlmann

Dr. Marc Fehlmann, Direktor Historisches Museum Basel Fotograf: Andi Cortellini

Seit sechs Monaten ist Marc Fehlmann Direktor des Historischen Museums Basel und zieht zufrieden eine erste Bilanz. So konnte erstmals in der Geschichte des Museums ein privater Gönner gewonnen werden, der einen Zustupf an Betriebskosten leistet. Besonders erfreulich ist zudem die Rückkehr der hochbedeutenden Porzellansammlung der Pauls-Eisenbeiss-Stiftung nach Basel, deren Präsentation zu einem Highlight im kommenden Jahr werden wird. Einen bemerkenswerten und richtungsweisenden Sammlungszuwachs bilden persönliche Gegenstände aus dem Leben von Roger Federer. Darüber hinaus werden Zukunftsperspektiven für das HMB und geplante Ausstellungen vorgestellt.

Die Stiftung Lohnhof Basel unterstützt im Jahr 2018 und falls notwendig auch 2019 das Historische Museum Basel mit je CHF 150‘000.-. Für diese Unterstützung dankt die Museumsleitung der Stiftung Lohnhof Basel sehr herzlich.

Den Grundauftrag der Museen – Sammeln, Bewahren und Vermitteln – will das HMB in Zukunft konsequent erfüllen. Dazu müssen etliche Grundlagen wie das Sammlungsmanagement, umfassende Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten sowie die präventive Lagerung professionalisiert werden. Nach einer ersten Betriebsanalyse werden ebenfalls dringend notwendige Verbesserungen eingeleitet: So soll 2018 der Antrag für die Sanierung des Hauses zum Kirschgarten zu einer konkreten Planung führen, während die derzeitige Dauerausstellung in der Barfüsserkirche neu konzipiert wird. Weitere Massnahmen umfassen die Überarbeitung des visuellen Auftritts und die Wiedereinführung der ursprünglichen Namen Historisches Museum Basel, Barfüsserkirche anstelle von Museum für Geschichte, Musikmuseum anstatt Museum für Musik und schliesslich Haus zum Kirschgarten anstatt Museum für Wohnkultur. Zudem will das HMB künftig wieder Ausstellungen mit überregionaler Strahlkraft präsentieren können.

Das Ausstellen und Erklären von Sammlungsgut bildet auch in Zukunft einen wesentlichen Teil der Vermittlungsarbeit. So stösst die aktuelle Schau «Aufgetaucht» auf erfreulich hohes Interesse. Die Vorbereitungen für die Neueinrichtung des Chors in der Barfüsserkirche laufen plangemäss. Ab 23. März 2018 werden hier die «Glaubenswelten des Mittelalters» den wichtigen Bestand mittelalterlicher Bildwerke präsentieren. Meisterwerke der international renommierten Porzellansammlung der Pauls-Eisenbeiss-Stiftung sind nach Basel zurückgekehrt und werden ab 8. Juni 2018 in einer ersten Präsentation vorgestellt. Zu sehen sind ebenfalls ab 8. Juni im Haus zum Kirschgarten unter dem Titel «Wildsau und Kopfsalat» Strassburger Fayencen des 18. Jahrhunderts. Im Musikmuseum gibt es ab 15. März neue Schenkungen wie beispielsweise eine kostbare Viola da braccio zu entdecken.

Gleich zwei Jubiläen stehen im 2019 an: Das Historische Museum Basel feiert im April seinen 125. Geburtstag mit einer neuen Stadtgeschichte während bereits seit 1000 Jahren das Basler Münster die Menschen, die Stadt Basel und ihre Umgebung prägt. «Übermensch. Friedrich Nietzsche und die Folgen» lautet der Titel einer weiteren Ausstellung zum Nietzschejahr, das 2019 einen der drei wirkungsmächtigsten Vordenker der Moderne vorstellen wird

 

Mehr unter www.hmb.ch/medien.html

 

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