MAK Wien – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst

Das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst ist eines der bedeutendsten Museen seiner Art weltweit. Ursprünglich als Mustersammlung angelegt, steht die einzigartige Sammlung des 1863 als k. k. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie gegründeten MAK bis heute für eine außergewöhnliche Verbindung zwischen angewandter Kunst, Design, Architektur und Gegenwartskunst.

Die weitläufigen Räume der Schausammlung im prächtigen Ringstraßenbau von Heinrich von Ferstel sind von zeitgenössischen KünstlerInnen gestaltet und zeigen ausgewählte Highlights der MAK-Sammlung. In einem einzigartigen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen werden die historischen Bestände in Szene gesetzt und laden in dieser speziellen Inszenierung zur eingehenden Betrachtung der Objekte ein.

Mit dem MAK DESIGN LABOR wurde 2014 eine Neugestaltung der MAK-Studiensammlung vorgenommen und als bewusster Gegenentwurf zur Schausammlung verankert. Das MAK DESIGN LABOR erweitert das traditionell auf das 20. und 21. Jahrhundert fixierte Designverständnis auf frühere Jahrhunderte und ermöglicht eine bessere Einschätzung des heutigen Designbegriffs.

In den MAK-Ausstellungen werden Positionen aus angewandter Kunst und Gegenwartskunst, Architektur, Design und Neuen Medien präsentiert und die wechselseitigen Beziehungen dieser Bereiche laufend thematisiert. Die vielschichtige Programmatik des MAK erlaubt unterschiedliche Zugänge, eröffnet neue Blickwinkel in der Betrachtung der historischen Zusammenhänge und bietet immer wieder auch Ausblicke auf künstlerisch und gesellschaftlich relevante zukünftige Entwicklungen.

Zum zwischenzeitlichen Verweilen laden Sofas von Franz West ein, oder auch die von Hermann Czech entworfenen Sitzgarnituren in der zentralen, im Stil der Neorenaissance gestalteten Säulenhalle des MAK, z.B. bei der Lektüre aktueller Tageszeitungen. Für den kulinarischen Genuss bietet sich das Restaurant Salonplafond an. Gestaltet von Michael Embacher, lädt das Restaurant insbesondere im MAK-Garten zu einer rekreativen Pause. Gleich daneben befindet sich der MAK Design-Shop, der außergewöhnliche und praktische Geschenke, Publikationen, Designobjekte und Künstler-Editionen in seinem Sortiment bietet. An ausgewählten Dienstagen präsentieren hier junge DesignerInnen beim After Work Meeting Point ihre neuesten Produkte.

Im MAK-Lesesaal, ebenfalls im Haus am Stubenring, werden bei freiem Eintritt und zu benutzerfreundlichen Öffnungszeiten auch am Wochenende Bücher aus der größten Kunstbibliothek Österreichs zur Verfügung gestellt, deren Archiv gesellschaftlichen und kulturellen Wissens laufend aktualisiert wird.

Die großen Ausstellungshallen wurden in den Jahren 1906 bis 1909 nach Plänen von Ludwig Baumann erbaut und zählen mit insgesamt rund 2.700 m² zu den größten Ausstellungsflächen in Österreich. Sie sind über den 1991 von Sepp Müller entworfenen Glastrakt mit dem Gebäude Stubenring verbunden wie auch separat über den Eingang Weiskirchnerstraße zu erreichen. Bereits beim Betreten des Hauses beeindruckt die Großzügigkeit des prachtvollen, im Stil des Späthistorismus errichteten Eingangsfoyers, das zu den Ausstellungshallen und den MAK-Vortragssaal führt. Auf zwei Ebenen finden hier regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt, die sich den vielfältigen Themen der MAK-Programmatik in umfangreicher Weise widmen.

Das MAK ist auch im öffentlichen Raum präsent und setzt sichtbare Zeichen im städtischen Gefüge. Direkt vor dem Gebäude Stubenring rückt das 1992 errichtete Tor zum Ring von James Wines/SITE ein Stück Außenmauer physisch in den urbanen Raum hinein und schafft dabei einen neuen Zugang in das Museum. Komplementär dazu bildet Walter Pichlers künstlerisch-architektonische Intervention Tor zum Garten (1990) eine Öffnung des Museums zur Gartenseite hin. Ebenfalls im Garten befindet sich das nach einem Entwurf von Peter Noever in den Jahren 1991 bis 1993 errichtete MAK-Terrassenplateau, das sich Richtung Wienfluss orientiert und damit dem Museum eine weitere architektonische Achse hinzufügt.

James Turrells Lichtskulptur MAKlite lässt intensives, verschiedenfarbiges Licht in den Fenstern des MAK pulsieren und kommuniziert die komplexen Verhältnisse, die im Inneren des Museums geschaffen werden, in die städtische Umgebung. Seit 2004 permanent eingerichtet, enthebt diese Installation die Ziegelsteinfassade ihrer statischen Geschlossenheit.

Auch am Franz-Josefs-Kai/Schottenring ist das Wiener Trio von Philip Johnson, konzipiert für die Ausstellung Turning Point (1996), zu sehen sowie seit 2001 die vier Lemurenköpfe von Franz West bei der Stubenbrücke. Im an das MAK angrenzenden Stadtpark, einer innerstädtischen Grünoase, die nach dem Museumsbesuch zur Entspannung einlädt, ist seit 1996 Donald Judds Stage Set aufgestellt, das ebenso eigens für eine Ausstellung im MAK entwickelt wurde.

Das MAK versteht sich als Laboratorium gesellschaftlicher Erkenntnis und ist ein Ort des Sammelns, Forschens, Bewahrens und Vermittelns, interaktiven Lernens sowie der Begegnung, Interaktion und Interkreativität. Nicht zuletzt durch seine internationalen Dependancen und seine grenzübergreifenden Aktivitäten ist es ein Forum interkulturellen und künstlerischen Austauschs und des fruchtbaren Dialogs mit DesignerInnen, KünstlerInnen und ArchitektInnen.

Quelle: http://www.mak.at/mak_wien

Weitere Informationen: MAK Wien

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