„Neue Nachbarn“ -25 Objekte des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst im Zusammenspiel mit den Sammlungen der Museumsinsel

Eine Maya-Figur zu Gast im Ägyptischen Museum

Museumsinsel Berlin – „Neue Nachbarn. Auf dem Weg zum Humboldt Forum“ © Foto: David von Becker

(Presseinformation) Highlights der Bestände des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin werden auch während des Umzugs ins Humboldt Forum für die Besucherinnen und Besucher sichtbar bleiben. Unter dem Motto „Auf dem Weg zum Humboldt Forum“ finden bis Frühjahr 2019 zahlreiche dialogische Sonderausstellungen und -präsentationen der außereuropäischen Sammlungen am Kulturforum wie auf der Museumsinsel Berlin statt.

Im Zentrum dieser Sammlungsdialoge steht die Präsentation „Neue Nachbarn“, die 25 Objekte des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst im Zusammenspiel mit den Sammlungen der Museumsinsel zeigt. Die als Interventionen im Alten Museum, Neuen Museum, Bode-Museum und in der Alten Nationalgalerie konzipierten Präsentationen stellen verschiedenste Epochen, Regionen, Themen und Ge-schichten auf vielfältige Weise gegenüber. Sie geben den Besuchern einen thematischen Vorgeschmack auf das einzigartige Zusammenspiel von Museumsinsel und Humboldt Forum als einem multiperspektivischen Ort der Weltkulturen in Berlins Mitte.

Im Alten Museum sind an elf Stationen Objekte aus dem Museum für Asiatische Kunst und aus dem Ethnologischen Museum zu Gast: Meisterwerke sehr unterschiedlicher Herkunft treten in einen Dialog und beleuchten Parallelen und Gegensätze von geographisch weit auseinander liegenden Traditionen. Drei buddhistische Objekte aus dem 2.-3. Jahrhundert nach Christus erzählen auch von überraschenden Vernetzungen zwischen Europa und Asien in der Antike.

Ein aztekischer Adler blickt auf das Europäische Mittelalter

Museumsinsel Berlin – „Neue Nachbarn. Auf dem Weg zum Humboldt Forum“ © Foto: David von Becker

Objekte aus der Frühgeschichte Mexikos gesellen sich zu den archäologischen Sammlungen, die im Neuen Museum präsentiert werden. Zapotekische und aztekische Artefakte aus dem Ethnologischen Museum zeugen nicht nur von dem Reichtum der Kulturen Mittelamerikas in vorkolonialer Zeit, sondern auch von der weltweiten Faszination des archäologischen Forschens und Sammelns.

Das Thema Landschaftsmalerei wird durch die Kunst des japanischen Stellschirms in der Alten Nationalgalerie ganz neu zu entdecken sein. Im Rahmen der Aktion „Neue Nachbarn“ werden die großformatigen Landschaftsbilder aus dem 18. Jahrhundert den Werken Caspar David Friedrichs gegenübergestellt. In neuer Nachbarschaft zu Thomas Theodor Heines „Teufel“ macht die Figur des „Wuzhiqi“, Schutzgeist der Flüsse Huai und Guo, Station im 1. Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie.

Im Bode-Museum begegnen sich kunstvolle Skulpturen aus Afrika und Europa – ein Vorgeschmack auf die im Herbst stattfindende Ausstellung „Unvergleichlich“: Die Präsentation wird nicht nur untersuchen, was Kunstformen verbindet und trennt, sondern auch, was es im Laufe der Geschichte bedeutet hat, Kunstwerke miteinander zu vergleichen. Als Vorbotin dieses Epochen und Kulturen umspannenden Ausstellungsereignisses ist bereits im Sommer eine Skulptur aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria zu Gast.

Beitrag kommentrieren