SCHIRN Programmvorschau 2017

RICHARD GERSTL. RETROSPEKTIVE (24. FEBRUAR – 14. MAI 2017), Richard Gerstl, Selbstbildnis als Halbakt, 1902/03, Öl auf Leinwand, 159 x 109 cm, Foto: © Leopold Museum, Wien
RICHARD GERSTL. RETROSPEKTIVE (24. FEBRUAR – 14. MAI
2017), Richard Gerstl, Selbstbildnis als Halbakt, 1902/03, Öl auf
Leinwand, 159 x 109 cm, Foto: © Leopold Museum, Wien

(Presseinformation) Das Jahr beginnt mit der konzen­trier­ten Einzel­aus­stel­lung Magritte. Der Verrat der Bilder (10. Februar – 5. Juni 2017), die das Verhält­nis des großen belgi­schen Surrea­lis­ten René Magritte zur Philo­so­phie seiner Zeit abbil­det. Seine Neugier und die Nähe zu großen zeitgenössischen Philo­so­phen, etwa zu Michel Foucault, führ­ten ihn zu einem bemer­kens­wer­ten Schaf­fen, zu einer Verfrem­dung der Welt, die auf einzig­ar­tige Weise akku­rate, meis­ter­hafte Male­rei mit konzep­tu­el­lem Denken verbin­det.

Im Frühjahr widmet die Schirn dem Maler Richard Gerstl (24. Februar – 14. Mai 2017) die erste umfas­sende Retro­spek­tive in Deutsch­land. Der „erste öster­rei­chi­sche Expres­sio­nist“ wurde nur 25 Jahre alt. In seinen wenigen Lebensjahren schuf der Künstler ein aufregendes und ungewöhnliches Werk von rund 70 Arbeiten – die Ausstellung in der Schirn versammelt nahezu alle Werke.

Im Sommer präsentiert die Schirn erst­mals in Europa einen umfas­sen­den Über­blick über das bislang zu wenig beach­tete Werk des US-amerikanischen Malers Peter Saul (2. Juni – 3. September 2017). In seiner ganz eige­nen Spra­che hat er ab den späten 1950er-Jahren ein Cross­over aus Pop Art, Surrea­lis­mus, Abstrak­tem Expres­sio­nis­mus, San Fran­cisco Funk und Cartoon Culture entwi­ckelt, in dem er poli­ti­sche und soziale Themen anzu­spre­chen versteht.

Ebenfalls im Sommer stellt die diskur­si­ve Grup­pen­aus­stel­lung Peace (30. Juni – 24. September 2017) die Frage, wie Frie­den eigent­lich geht. Zahl­rei­che Arbei­ten inter­na­tio­na­ler Künst­le­rin­nen und Künst­ler, u. a. von Jan de Cock, Isabel Lewis, Terence Koh, Surasi Kusol­wong, Lee Ming­wei, Katja Novits­kova, Timur Sin-Qin oder Agnies­zka Polska, bieten eine neue, zeit­ge­nös­si­sche Perspek­tive auf dieses Thema. Zur Ausstel­lung in der Schirn wird es zahl­rei­che Live-Events geben, wie etwa Poetry-Perfor­man­ces, Konzerte, Vorträge oder Koch­ses­si­ons.

Im Herbst beleuch­tet die Schirn mit Diorama. Erfindung einer Illusion (6. Oktober 2017 – 21. Januar 2018) eine Kultur­ge­schichte des Sehens. Im Zentrum steht das Diorama, das Ereig­nisse, Geschich­ten und Lebens­räume mit unter­schied­li­chen gestal­te­ri­schen Mitteln wirk­lich­keits­ge­treu insze­niert und rekon­stru­iert. Von der Moderne bis heute ist das Diorama eine wesent­li­che Inspi­ra­ti­ons­quelle. Die Ausstellung wird beeindruckende Dioramen und Werke von Künstlern wie Sam Durant, Isa Genzken, Hiroshi Sugimoto und Jeff Wall präsentieren.

Mit der Ausstellung Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen (27. Oktober 2017 – 25. Februar 2018) wirft die Schirn einen Blick auf die Kunst im Deutsch­land der Jahre 1918–1933. Zahl­rei­che Künst­le­rin­nen und Künst­ler hiel­ten mit indi­vi­du­el­ler Hand­schrift die Geschich­ten ihrer Zeit­ge­nos­sen einpräg­sam fest: Realis­ti­sche, ironi­sche und groteske Arbei­ten verdeut­li­chen den Kampf um die Demo­kra­tie und zeich­nen das Bild einer Gesell­schaft in der Krise und am Über­gang. Die Ausstellung versammelt rund 200 Arbeiten von bekannten und bisher auch wenig beachteten Künstlern.

In der frei zugänglichen Rotunde der Schirn wird die deutsche Künstlerin Lena Henke eine eigene Arbeit realisieren, die vom 28. April – 30. Juli 2017 zu sehen ist.

Vorschau 2018

 

MAGRITTE
DER VERRAT DER BILDER
10. FEBRUAR – 5. JUNI 2017

Der Maler René Magritte (1898–1967) ist ein Magier der verrätselten Bilder. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem großen belgischen Surrealisten eine konzentrierte Einzelausstellung, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Magritte sah sich nicht als Künstler sondern vielmehr als denkender Mensch, der seine Gedanken durch die Malerei vermittelt. Ein Leben lang beschäftigte es ihn, der Malerei eine der Sprache gleichrangige Bedeutung zu verleihen. Seine Neugier und die Nähe zu großen zeitgenössischen Philosophen, etwa zu Michel Foucault, führten ihn zu einem bemerkenswerten Schaffen, zu einer Verfremdung der Welt, die auf einzigartige Weise akkurate, meisterhafte Malerei mit konzeptuellem Denken verbindet. Die in Kooperation mit dem  Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris, organisierte Ausstellung beleuchtet Magrittes zentrale Bildformeln, die sich mit dem Mythos der Erfindung und der Definition der Malerei befassen. Die quasi wissenschaftliche Methode, der Magritte in seiner Malerei folgte, bezeugt seinen Argwohn gegenüber einfachen Antworten und einem simplen Realismus. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen, u. a. dem Musée Magritte in Brüssel, dem Kunstmuseum Bern, dem Dallas Museum of Art, der Menil Collection in Houston, der Tate in London, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Museum of Modern Art in New York, der National Gallery of Victoria in Melbourne und der National Gallery of Art in Washington D.C.

Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Hohen Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck und von Seiner Majestät dem König der Belgier.

KURATOREN: Didier Ottinger, Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris, Dr. Martina Weinhart, Schirn Kunsthalle Frankfurt

RICHARD GERSTL
RETROSPEKTIVE
24. FEBRUAR – 14. MAI 2017

Er ist der „erste österreichische Expressionist“ und für viele immer noch ein Geheimtipp: der Maler Richard Gerstl (1883–1908). Er wurde nur 25 Jahre alt und wird in einem Atemzug mit den großen Meistern der Wiener Moderne Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka genannt. In seinen wenigen Lebensjahren schuf der Künstler ein aufregendes und ungewöhnliches, wenn auch überschaubares Werk von rund 70 Arbeiten – eines mit beeindruckenden Höhepunkten und wegweisenden Neuerungen. Erstmals in Deutschland zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt eine umfassende Retrospektive Richard Gerstls und versammelt nahezu alle Werke, die heute von ihm bekannt sind. Es ist das Œuvre eines Suchenden, das bereits vieles vorweg nahm, was erst später in der Kunstgeschichte ausformuliert wurde, etwa in der Malerei des Abstrakten Expressionismus der 1950er-Jahre. Das Porträt ist neben Akt und Landschaft Gerstls bevorzugtes Genre. Die Ausstellung in der Schirn präsentiert gestisch-wilde Gruppenbildnisse sowie Porträts von Personen aus seinem engsten Kreis oder auch sein Selbstporträt als Akt – das erste eines Künstlers überhaupt nach Albrecht Dürer. Richard Gerstls Malerei reflektiert seine Auseinandersetzung mit den Widersprüchen der Moderne: Er widersetzte sich stilistisch und inhaltlich der Wiener Secession, lehnte deren Schönheitsbegriff ab und malte gegen tradierte Regeln an. Er schuf schonungslose und selbstbewusste Bilder, die keinem Vorbild folgten und bis heute ihresgleichen suchen.

KURATORIN: Dr. Ingrid Pfeiffer, Schirn Kunsthalle Frankfurt

LENA HENKE
28. APRIL – 30. JULI 2017

Lena Henke verfolgt fasziniert die Systeme und Strukturen des städtischen Lebens, das sich mit seinen alltäglichen Geschichten in das Straßenbild, in Gebäude und Fassaden eingeschrieben hat. Diese Symbolträger verlieren im Verlauf der Jahre ihre Bedeutung. Von ihrem Kontext losgelöst und bestenfalls befreit sind sie oftmals nur noch bloße Klischees einer ursprünglichen Idee. In einer zumeist minimalistischen Formensprache verknüpft die Künstlerin ihre Konzentration auf diese Transformationsprozesse und ihr übergeordnetes Interesse an Architektur, Stadtplanung, Land Art, menschlichen Beziehungen, Sexualität und Fetisch mit subtilen kunsthistorischen Bezügen. Seit einigen Jahren lebt Henke (*1982) in New York und hat bereits einen umfassenden Werkkomplex aus Skulpturen und Installationen geschaffen. Für die Rotunde der Schirn Kunsthalle Frankfurt wird die Künstlerin eine eigene Arbeit entwickeln, in der Innen und Außen miteinander verschmelzen und in der sie auf die Besonderheit des frei zugänglichen Raums eingehen wird. Henke, die von 2004 bis 2010 an der Städelschule in Frankfurt am Main studierte, zeigte zuletzt Einzelausstellungen in Deutschland, der Schweiz und den USA.

KURATORIN: Katharina Dohm, Schirn Kunsthalle Frankfurt

PETER SAUL
2. JUNI – 3. SEPTEMBER 2017

Lange bevor „Bad Painting“ ein zentrales Anliegen der zeitgenössischen Kunst wurde, verletzte Peter Saul ganz bewusst den guten Geschmack. In seiner ganz eigenen Sprache hat der US-amerikanische Maler ab den späten 1950er-Jahren ein Crossover aus Pop Art, Surrealismus, Abstraktem Expressionismus, San Francisco Funk und Cartoon Culture entwickelt, in dem er politische und soziale Themen anzusprechen versteht. Mit der Pop Art teilt Peter Saul das Interesse am Banalen, an der Konsumgesellschaft und den heiteren Bildwelten des Comics in leuchtenden, ansprechenden Farben. Nicht zuletzt ist sein Werk aber auch mit den ästhetischen Strategien der Gegenkultur in Kalifornien verbunden. Eine fast zornige Malerei zeigt sich, wenn Saul die Schattenseiten des American Dream thematisiert. Hier offenbart sich die Gleichzeitigkeit von überbordendem Humor und spielerischer, aber doch harscher Systemkritik. Witz, Slapstick, Sprachspiel, Comic, Persiflage, oft auch derber Humor sind die Mittel seiner karikaturhaften Angriffe auf die US-amerikanische Hochkultur. Erstmals in Europa präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt einen umfassenden Überblick über das bislang zu wenig beachtete Werk dieses großen „artist’s artist“.

KURATORIN: Dr. Martina Weinhart, Schirn Kunsthalle Frankfurt

PEACE
30. JUNI – 24. SEPTEMBER 2017

Tauben, Regenbogenfarben und mit Blumen geschmückte Gewehre: Die Darstellung von Frieden reduziert sich meist auf gängige Klischees und bekannte Symbolik. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt geht in einer diskursiven Gruppenausstellung einen anderen Weg und stellt vielmehr die Frage: Wie geht Frieden eigentlich? Ausgehend von der Tatsache, dass Frieden in Interaktion und Kommunikation zwischen Menschen und allen im Ökosystem existierenden Akteuren deutlich wird, richtet die Ausstellung den Blick auf Aspekte, die das (Zusammen-)Leben des Menschen seit jeher sichern und ermöglichen, etwa Wasser, Tiere, Pflanzen, Sprache oder Geschenkökonomie. Zahlreiche Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, u. a. von Jan de Cock, Isabel Lewis, Terence Koh, Surasi Kusolwong, Lee Mingwei, Katja Novitskova, Timur Sin-Qin oder Agnieszka Polska, bieten eine neue, zeitgenössische Perspektive auf dieses Thema. Dabei werden auch die aktuelle Umgestaltung des humanistischen Weltbildes und ihre Einflüsse auf Mensch-Natur-Zusammenhänge eine wesentliche Rolle spielen. Zur Ausstellung in der Schirn wird es zahlreiche Live-Events geben, wie etwa Poetry-Performances, Konzerte, Vorträge oder Kochsessions, an denen die Besucherinnen und Besucher teilnehmen können. Das Programm wird zusammen mit den beteiligten Künstlern entwickelt.

KURATOR: Matthias Ulrich, Schirn Kunsthalle Frankfurt

DIORAMA
ERFINDUNG EINER ILLUSION
6. OKTOBER 2017 – 21. JANUAR 2018

In einer großen Ausstellung beleuchtet die Schirn Kunsthalle Frankfurt in Kooperation mit dem Palais de Tokyo, Paris, eine Kulturgeschichte des Sehens. Im Zentrum steht das Diorama, das Ereignisse, Geschichten und Lebensräume mit unterschiedlichen gestalterischen Mitteln wirklichkeitsgetreu inszeniert und rekonstruiert. Im 19. Jahrhundert vom französischen Maler und Wegbereiter der Fotografie, Louis Daguerre, als eine mit Lichteffekten belebte Schaubühne konzipiert, wurde es als Schaukasten aus Glas für Naturkundemuseen zur Illustration von Wissen die Präsentationsform schlechthin. Das Diorama setzt die menschliche Kenntnis der Welt in Szene, nicht ohne dabei die Wahrnehmung des Betrachters zu beeinflussen und nachhaltig herauszufordern. Von der Moderne bis heute ist das Diorama eine wesentliche Inspirationsquelle: Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts setzen sich in ihren Arbeiten mit dem inszenierten Sehen auseinander, indem sie das Diorama und die Illusion einer rekonstruierten Wirklichkeit hinterfragen und dekonstruieren. Die Ausstellung in der Schirn wird beeindruckende Dioramen und Werke von Künstlern wie Sam Durant, Isa Genzken, Hiroshi Sugimoto und Jeff Wall präsentieren.

KURATOREN: Katharina Dohm, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Claire Garnier, Laurent Le Bon, Florence Ostende

GLANZ UND ELEND IN DER WEIMARER REPUBLIK
VON OTTO DIX BIS JEANNE MAMMEN
27. OKTOBER 2017 – 25. FEBRUAR 2018

Soziale Spannungen, politische Kämpfe, gesellschaftliche Umbrüche, aber auch künstlerische Revolutionen und Neuerungen charakterisieren die Weimarer Republik. In einer großen Themenausstellung wirft die Schirn Kunsthalle Frankfurt einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918–1933. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler hielten mit individueller Handschrift die Geschichten ihrer Zeitgenossen einprägsam fest: Realistische, ironische und groteske Arbeiten verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und am Übergang. Die Verarbeitung des Ersten Weltkriegs mit Darstellungen von verkrüppelten Soldaten und von „Kriegsgewinnlern“, die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die Großstadt mit ihrer Vergnügungsindustrie und die zunehmende Prostitution, die politischen Unruhen und wirtschaftlichen Abgründe werden stilistisch ebenso vielfältig interpretiert wie das Rollenbild der „Neuen Frau“, die Debatten um die Paragrafen 175 und 218 – Homosexualität und Abtreibung –, die sozialen Veränderungen durch die Industrialisierung oder die wachsende Begeisterung für den Sport. Die Ausstellung versammelt rund 200 Arbeiten von bekannten und bisher auch wenig beachteten Künstlerinnen und Künstlern – darunter Max Beckmann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, Conrad Felixmüller, George Grosz, Carl Grossberg, Hans und Lea Grundig, Karl Hubbuch, Lotte Laserstein, Alice Lex-Nerlinger, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Oskar Nerlinger, Franz Radziwill, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz und Richard Ziegler. Zusammen mit historischen Fotografien, Filmen, Zeitschriften und Plakaten entwirft die Schirn ein eindrückliches Panorama der Kunst der Weimarer Republik.

KURATORIN: Dr. Ingrid Pfeiffer, Schirn Kunsthalle Frankfurt

AUSBLICK 2018

BASQUIAT
BOOM FOR REAL
16. FEBRUAR – 27. MAI 2018

Im New York der 1970er-Jahre hinterließ Jean-Michel Basquiat mit Al Diaz unter dem Pseudonym SAMO© auf Häuserwänden Graffiti-Nachrichten, zeichnete mit seinem eigenen Blut, collagierte Baseball- und Postkarten, kreierte seine eigene Kleidung, malte auf Türen, Fensterrahmen und auf riesigen Leinwänden. Heute zählt Basquiat (1960–1988) zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Aus der sich im Lower Manhattan versammelnden Kunstszene des Post-Punk-Undergrounds kommend eroberte er die Kunstwelt und erhielt 1982 als bislang jüngster Teilnehmer der documenta internationale Anerkennung. Basquiats lebendige, rohe Bilderwelt entspringt einer Belesenheit, die sich in großen Schrift- und Textfragmenten durch das gesamte Werk zieht. Sie zeugt von seinen enzyklopädischen Interessen und seiner Erfahrung als junger Künstler ohne akademische Ausbildung. Mehr als dreißig Jahre nach Basquiats letzter Präsentation in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt – organisiert in Kooperation mit der Barbican Art Gallery, London – dem Werk des US-amerikanischen Künstlers eine große Überblicksausstellung. Erstmals wird dabei auch Basquiats Beziehung zu Musik, Text, Film und Fernsehen in einem übergeordneten kulturellen Zusammenhang deutlich.

KURATOREN: Dr. Dieter Buchhart mit Eleanor Nairne, Barbican Art Gallery, London

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