Schon über 74.000 Besucherinnen und Besucher bei Anita Rée in Hamburg

Anita Rée (1885–1933)
Selbstbildnis, 1930
Öl auf Leinwand, 66 x 60,8 cm – © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford

(Presseinformation) Die Hamburger Anita Rée-Ausstellung endet am 4. Februar mit Präsentation des neuen Werkverzeichnisses.
„Das aktualisierte und überarbeitete Werkverzeichnis Anita Rées ist ein Meilenstein für die Erforschung der Arbeit einer bedeutenden Hamburger Künstlerin der 1920er Jahre – es wird ein Referenzwerk für die kunstgeschichtliche Forschung zur Klassischen Moderne in Deutschland werden“, sagt Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr.

Die bereits von über 74.000 Gästen besuchte sowie von der Fachwelt und den Medien hoch gelobte erste umfassende Museumsausstellung zum Werk der Malerin Anita Rée (1885–1933) endet am 4. Februar 2018 mit der Vorstellung eines neuen Werkverzeichnisses in der Hamburger Kunsthalle. Das noch wenig bekannte Œuvre der Künstlerin entstand in nur drei Jahrzehnten, zwischen 1904 und 1933: Mit rund 180 Gemälden, 300 Aquarellen, 400 Zeichnungen sowie collagierten Postkarten und kunsthandwerklichen Arbeiten ist es überraschend umfangreich und vielgestaltig. Die Ausstellung präsentiert rund 200 Objekte aus allen Schaffensphasen, darunter impressionistische Freilichtmalerei, kubisch-mediterrane Landschaftsbilder bis hin zum neusachlichen Bildnis. Der reiche Bestand der Hamburger Kunsthalle an Arbeiten Rées wird durch bedeutende Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen ergänzt. Die Ausstellung fußt auf einem interdisziplinären Forschungsprojekt mit intensiven kunsthistorischen und kunsttechnologischen Recherchen. Systematisch wurde in Hamburger, deutschen und europäischen Archiven nach Spuren Rées gesucht. Der nun vorliegende Band Anita Rée. Das Werk lässt über fundierte Texte und zahlreiche farbige Abbildungen Rées schrittweise Entwicklung als Malerin, die hohe Qualität ihrer Werke, die entschiedene Konzentration auf bestimmte Inhalte sowie ihre originäre Bildsprache nachvollziehen. Das von der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanzierte Werk baut auf dem ersten Verzeichnis aus dem Jahr 1986 auf und stellt auch neue Forschungsergebnisse und erst kürzlich wiederentdeckte Hauptwerke der Künstlerin vor. Die von der Hamburger Kunsthalle herausgegebene Publikation ist eine Zusammenarbeit der Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns mit der Ausstellungskuratorin Dr. Karin Schick und der wissenschaftlichen Assistentin Sophia Colditz. Zur Finissage stellt der Direktor Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr das neue Werkverzeichnis zusammen mit den Autorinnen und Dr. Sebastian Giesen von der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG vor.

Das neue Werkverzeichnis: Anita Rée. Das Werk

Dr. Maike Bruhns (in Zusammenarbeit mit Dr. Karin Schick und Sophia Colditz), herausgegeben von der Hamburger Kunsthalle, Prestel Verlag, München 2018; geb. Buch, Leineneinband, 264 Seiten, 22 x 28 cm, ca. 800 Farbabb., bis 4. Februar 2018 Subskriptionspreis 65 Euro, ab 5. Februar 79 Euro. Bestellung im Museumsshop oder online unter www.freunde-der-kunsthalle.de

Ermöglicht durch: HERMANN REEMTSMA STIFTUNG

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