Vortrag von Oswald Oberhuber im 21er Haus

Oswald Oberhuber (* 1931) ist eine Schlüsselfigur der österreichischen Nachkriegsavantgarde und der zeitgenössischen Kunst. Durch seine Aktivitäten als Ausstellungsmacher und Galerist, als Kritiker, Theoretiker und Mitherausgeber eines Magazins, als Sammler, Grafiker und Designer und nicht zuletzt als langjähriger Professor und Rektor der heutigen Universität für angewandte Kunst Wien gilt er zudem seit den 1960er-Jahren als wesentlicher Akteur des Kunstbetriebs.

„Man sollte keinen Stil entwickeln, eigentlich soll jedes Bild neu sein. Du bekommst irgendwann eine Routine und weißt, wie es wird. Sobald ich die gespürt habe, ist mir langweilig geworden.“

Diesem Prinzip der permanenten Veränderung ist Oswald Oberhuber nicht nur künstlerisch verschrieben, es prägte auch seine Tätigkeit unter anderem als Ausstellungsmacher, Galerist, Professor und Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien.

Oswald Oberhubers Werk steht für die permanente Veränderung und damit für den radikalen Bruch mit der Idee eines einheitlichen, stilistisch durchgängigen Œuvres – er ist, wenn man so will, ein postmoderner Künstler avant la lettre. Das repräsentiert die Ausstellung in ihrer Vielfältigkeit. „Zugleich“,so die Kuratoren Luisa Ziaja und Alfred Weidinger, „wird in all der Diversität der eingesetzten Stile, Medien, Materialien und Techniken letztlich immer Oswald Oberhuber sichtbar. Sein Umgang mit Form und Farbigkeit, sein Fokus auf die Linie ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk und werden in der Neben- und Gegenüberstellung der Arbeiten in der Ausstellung augenfällig. Die auf einer Idee Oberhubers basierende Ausstellungsarchitektur für das 21er Haus ermöglicht im Zusammenspiel mit den gezeigten Kunstwerken genau dies: überraschende Momente zwischen Neuorientierung und Kontinuität.“

Mehr unter 21erhaus.at/oswald_oberhuber

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