40 Jahre – 40 Kunstwerke: Stephan Jansen über „Mandy’s Piano Solo in Columbine Cafeteria“ von Bunny Rogers

Stephan Jansen über „Mandy’s Piano Solo in Columbine Cafeteria“ von Bunny Rogers

Alexander von Humboldt (1769-1859) unternahm zusammen mit dem französischen Arzt und Botaniker Aimé Bonpland (1773-1858) zwischen März und Mai des Jahres 1800 eine Forschungsreise auf dem Orinoko. Seine Eindrücke und Erfahrungen fanden ihren Niederschlag in der Schrift „Vom Orinoco zum Amazonas. Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Kontinents“.

Ferdinand Keller schöpfte bei vorliegendem, 1875 entstandenen Entwurf sowohl aus dieser Quelle, konnte aber auch auf eigene Erfahrungen im tropischen Urwald zurückgreifen. 1857-1862 reiste Kellers Vater mit seiner Familie beruflich bedingt nach Brasilien. „In den Urwäldern Brasiliens hat er [Ferdinand Keller] sich als blutjunger Mensch umgetrieben und munter drauf los studiert. In jenen nur wenig bekannten Aquarellen zeigt Keller bereits den Reichtum der Phantasie, die Fülle der Gestaltungskraft, das edle Talent, welches er heute zu voller Blüte entfaltet hat“ (Paul Ladewig 1894, zitiert nach Koch, s. u., S. 10).

Im Jahre 1877 vollendete Keller das großformatige Gemälde „Humboldt am Orinoko“, im gleichen Jahr wurde dieses im Badischen Kunstverein, Karlsruhe, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

 

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