Caroline Bachmann und Jan Vorisek im Kunsthaus Glarus

Das Kunsthaus Glarus zeigt Positionen, die den aktuellen Ausnahmezustand aufzugreifen scheinen.

Caroline Bachmann – 58 av. J.-C.

Über acht Leinwände erstreckt sich das Panorama des Juras zwischen Rhein und Rhone. 58. av. J.-C., eine Historienmalerei ohne Menschen. Stellvertretend bezeugen zwölf Feuer die Zivilisation in der weit entfernten Geschichte der Schweiz: Es brennen die Feuer der Römischen Kriege gemäss Julius Caesars De bello gallico. Die Vergangenheit ist Fiktion. Die Malerei entsteht in der Gegenwart und verweist möglicherweise in eine postapokalyptische Zukunft.

Jan Vorisek – Collapse Poem

Collapse Poem bildet zwei sich aufeinander beziehende räumliche Settings. Ob der Kollaps noch droht oder bereits in der Vergangenheit liegt, ist offen. In-Sich-Zusammenfallen und Sich-Wiederaufbauen, verdinglicht in rotierenden Apparaturen und geschichtetem Baustein, sind zwei materielle Mechanismen, die den Motor der verschiedenen Strukturen in der Ausstellung bilden. Der Seitenlichtsaal des Kunsthaus Glarus ist durch ein aufblasbares Stoff-Labyrinth eingenommen – eine zweidimensionale Hülle, der durch das Befüllen mit Luft für die Dauer der Öffnungszeiten Räumlichkeit verliehen wird.

Produktion: arttv.ch

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