Chillida – Museum Wiesbaden

Mit dieser Ausstellung widmet das Museum Wiesbaden dem bedeutendsten spanischen Bildhauer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine umfassende Retrospektive. Eduardo Chillidas (1924–2002) monumentale, ortsspezifischen Skulpturen aus Stahl, Stein und Beton, sind heute ikonische Werke, so etwa die in seiner Heimatstadt San Sebastián auf drei Klippen montierten „Peine del viento“ (Windkämme) von 1976, seine vor dem Berliner Bundeskanzleramt aufgestellte Stahlskulptur „Berlin“ von 1999 oder die große, 1990 geschaffene Arbeit „Elogio del Horizonte“ bei Gijón.

Zwischen der Auszeichnung mit dem Großen Preis der Biennale von Venedig im Jahr 1958 und einer Sonderausstellung im Rahmen der Biennale von 1990 liegen vier documenta Teilnahmen und eine Karriere als international gefragter Bildhauer großer Skulpturen für den Außenraum. Das weit ausgreifende Werk Chillidas umfasst Skulpturen für den Innen- wie den Außenraum, die Gestaltung seines Landschaftsparks in Hernani bei San Sebastián, ein umfangreiches zeichnerisches und druckgrafisches Werk, Buchprojekte und große Wandbilder aus Keramik.

Wichtige Ausstellungen seines Werkes fanden 1966 im Museum of Fine Arts in Houston, 1979 in der National Gallery of Washington, dem Guggenheim Museum in New York im Jahr 1980 und dem Museo Nacional de Reina Sofia in Madrid 1999 statt. 25 Jahre nach einer Ausstellung in der Schirn Kunsthalle und als erste deutsche Retrospektive nach dem Tod des Künstlers im Jahr 2002 soll die Ausstellung auch ein lang gehegtes Desiderat in der Landeshauptstadt Hessens erfüllen, nämlich den wichtigsten Künstler seiner Partnerstadt San Sebastián nach Hessen zu bringen. Mit einem Umfang von rund 100, zum Teil schwergewichtigen Werken, wird sie zudem die umfassendste Schau seines Werkes in Deutschland überhaupt werden. Die Ausstellung präsentiert in sieben Sälen das künstlerische Wechselspiel zwischen dreidimensionaler Leere und dreidimensionaler Fülle anhand der verschiedenen von ihm verwendeten Medien und Materialien und stellt seine großen Keramikwände, seine Skulpturen und Papierarbeiten in einem die Räume durchlaufenden Peripatos vor.

Weitere Informationen: Museum Wiesbaden

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