Das Gesicht hinter der Maske. Hommage an den Schauspieler Peter Lorre

Er verkörperte den berühmtesten Kindermörder der Filmgeschichte, brillierte für Bertolt Brecht auf der Bühne und wurde in Hollywood zu einer Ikone des Bösen: der Schauspieler Peter Lorre. Vom 12. Juli bis zum 30. September 2018 widmet das Zeughauskino Lorre eine umfassende Filmreihe. Frederik Lang stellt die von ihm kuratierte Reihe vor.

Geboren 1904 als László Löwenstein in der heutigen Slowakei, gestorben in Hollywood 1964. Zum Theater zog es ihn bereits Mitte der 1920er Jahre in Wien, eine von der Familie angestrebte Sparkassenlaufbahn brach er dafür ab. Seine größten Erfolge erlebte Lorre aber in Berlin. Auf den Bühnen des Großen Schauspielhauses, der Volksbühne und des Theaters am Schiffbauerdamm wurde er gefeiert, nicht nur bei Inszenierungen von Brecht, der ihn als einen beispielhaften Schauspieler seines epischen Theaters schätzte. Nach zwei kleinen Auftritten in österreichischen Stummfilmen schuf Lorre mit seiner ersten Tonfilmrolle als Kindermörder in Fritz Langs M (1931) die Blaupause für seine gesamte Kino-Karriere, eine Darstellung „so unsterblich, dass er selbst ihrem Schatten nie wieder entkommen konnte“ (Christoph Huber). Fortan war Lorre auf die Rolle des Bösen festgelegt, vor allem in Hollywood, wohin ihn sein Exil nach der Flucht vor den Nationalsozialisten führte.

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