Die Künstlerin Johanna Reich in der Ausstellung Bauhaus und Amerika

In der Ausstellung „Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung“ (9.11.18 – 10.3.19) im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster sind zwei multimediale Arbeiten der Künstlerin Johanna Reich zu sehen: „Homo Ludens IV Lascaux“ und „Simulacrum in my Hands“, beide von 2018.

Die Arbeiten von Johanna Reich bewegen sich zwischen Malerei, Performance und Videokunst und setzen sich unter Einbezug neuer technischer Möglichkeiten immer wieder mit kunst- und medienhistorischen Vorbildern auseinander.

Homo Ludens IV Lascaux“ besteht aus einem einem fast schwarzen, hochformatigen Ölgemälde, darüber liegt eine Videoprojektion: eine Smartphone haltende Hand, von der am Ende nur noch ein schwacher Abdruck bleibt. „Simulacrum in my Hands“ ist ein 3D-Hologramm eines weißen, flatternden Tuchs.

Bereits László Moholy-Nagy (1895 Ungarn–1946 USA) vertrat einen multimedialen technikorientierten Ansatz, der auch bei Reich deutlich wird: „Ich finde den Bauhaus-Gedanken hochaktuell. Es sind die Experimente mit Licht, zum Beispiel bei Moholy-Nagy, der die Lichtprojektion im Raum dachte und sie ausweiten wollte als Ganzes – und genau da sind wir jetzt. Wenn wir in Richtung von VR-Kameras, Virtual Reality usw. gucken, haben wir genau das, was mit diesen Arbeiten vorausgedacht worden ist“, sagt die Künstlerin über die Relevanz der Bauhaus-Ideen. Moholy-Nagy zählt nicht nur zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts, sondern gilt als ein bedeutender Wegbereiter für die interdisziplinäre Medienkunst.

In der Holografie bündeln sich seit den 1950er Jahren Versuche, Licht und Bewegung durch die Verwendung neuer Technologien künstlerisch darzustellen und dabei visuell gewohnte Darstellungen des bewegten Bildes zu hinterfragen.

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