Ensemble. Centre Pompidou – Museum Frieder Burda: Interview mit Brigitte Leal, stv. Direktorin des Centre Pompidou

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens präsentiert das Museum Frieder Burda ein einzigartiges Ausstellungsprojekt: Ensemble, eine Kooperation mit dem Centre Pompidou. Als Kunstsammler pflegt Frieder Burda bereits seit langem freundschaftliche Beziehungen zu dem Pariser Museum. Kuratiert von Brigitte Leal, der stellvertretenden Direktorin des Centre Pompidou, und mit hochkarätigen Leihgaben aus Paris, initiiert Ensemble ein Zusammenspiel zwischen den Sammlungen beider Häuser. Dabei entwickelt die Ausstellung einen komplexen Dialog über deutsch-französische Beziehungen, die von Kriegen, aber auch Versöhnung und Freundschaften geprägt sind. Meisterwerke deutscher Expressionisten aus der Sammlung Frieder Burda treten in Dialog mit ikonischen Werken der Väter der französischen Moderne: Pierre Bonnard, Marc Chagall, Pablo Picasso.

Für Ensemble steuert das Centre Pompidou spektakuläre Arbeiten von Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Sigmar Polke und Gerhard Richter bei – Künstlern, die die Sammlung Frieder Burda entscheidend geprägt haben und sich kritisch mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzen. Dazu zählen Kiefers gigantisches Tableau Das Geheime Leben der Pflanzen (2001-2002) oder Baselitz’ berühmt-berüchtigtes Frühwerk Ralf III (1965).

Ein Highlight bildet eine Sektion, die sich deutschen Immigranten widmet, die in den 1920er- und 30er-Jahren dazu beitrugen, Paris als Metropole der modernen Fotografie zu etablieren, etwa Erwin Blumfeld oder Germaine Krull. Ensemble vereint ihre Werke mit Andreas Gurskys Paris-Aufnahmen von 2003, in denen er dieser Avantgarde eine großartige Referenz erweist.

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