Frauen. Kunst und Macht. Drei Frauen aus dem Hause Habsburg

Frauen. Kunst und Macht erzählt von drei bemerkenswerten Persönlichkeiten, die Maßstäbe für die fürstliche Kultur innerhalb der Dynastie der Habsburger setzten: Erzherzogin Margarete, Statthalterin der burgundischen Niederlande (1480– 1530), Erzherzogin Maria, Königin von Ungarn (1505– 1558) und Erzherzogin Katharina, Königin von Portugal (1507– 1578). Zum ersten Mal präsentiert eine Ausstellung das Mäzenatentum in der Renaissance mit Blick auf mächtige Frauen und beleuchtet anhand einer Tochter und zwei Enkelinnen von Kaiser Maximilian I. eine bislang weitgehend verborgene weibliche Seite der Geschichte der Kunst.

Margarete von Österreich, Fürstin von Asturien und später Herzogin von Savoyen wurde von ihrem Vater Maximilian I. als Statthalterin der burgundischen Niederlande ernannt. Sie war eine tonangebende Herrscherin, deren legendärer Erfolg der »Damenfrieden von Cambrai« 1529 war. Als Kunstsammlerin war sie für alle nachfolgenden Generationen von Frauen ihrer Familie Vorbild. Ihre Nichte Maria von Ungarn, eine Schwester Kaiser Karls V., folgte ihr als Statthalterin nach. Sie zeigte für die Politik eine überragende Begabung und hatte auch in Kunstfragen einen exquisiten Geschmack. Deren jüngste Schwester Katharina von Österreich, Königin von Portugal, war ebenfalls eine große Kunstsammlerin. Durch den blühenden Handel auf der Iberischen Halbinsel saß sie direkt an der Quelle, um die europäischen Höfe mit neuartigen, wertvollen und exotischen Luxusgütern zu versorgen.

Die Ausstellung präsentiert rund 100 Werke aus bedeutenden europäischen Sammlungen aus Österreich, Ungarn, Portugal, Schweiz und Deutschland: Kunstkammerstücke, Gemälde, Skulpturen, farbig leuchtende Handschriften, wertvollen Edelsteinschmuck und einst in Europa noch nie gesehene Gegenstände aus den neu entdeckten fernen Ländern. Solche Schätze und Luxusartikel waren in der Renaissance an den Höfen ein »must have« und spiegelten im 16. Jahrhundert den sozialen Status, den Rang und den Reichtum der Herrscherfamilien wider.

Mehr unter www.schlossambras-innsbruck.at

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