Hamburger Kunsthalle wird 150

Die Hamburger Kunsthalle wird 150.
V.l.n.r.: Dr. Ekkehard Nümann, Vorsitzender des Vorstands der Freunde der Kunsthalle e.V., Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien und Prof. Dr. Alexander Klar, Direktor Hamburger Kunsthalle
© Hamburger Kunsthalle / Foto: Jörg Carstensen

(Presseinformation) Vom 31. August bis 1. September 2019 veranstaltet die Hamburger Kunsthalle ein großes Fest zu ihrem 150-jährigen Jubiläum. Dank einer großzügigen Förderung der Freunde der Kunsthalle e.V. sind alle Hamburgerinnen und Hamburger sowie Gäste der Stadt kostenlos eingeladen zu einem vielseitigen Programm.

Dem Jubiläumsmotto »für UNS ALLE« folgend, wird inmitten der Sammlungspräsentation und der Ausstellungen, im Werner-Otto-Saal, in der Museumsgastronomie DAS LIEBERMANN und im THE CUBE sowie auf dem Außengelände 150 Jahre Kunsthalle gefeiert: Führungen, Projektionen, Gespräche, Lesungen, Klangsphären, Tanzaktionen, Filmvorführungen, Food-Trucks, ein Kinder- und Familienprogramm sowie eine Party bis spät in die Nacht werden geboten. Bereits am 30. August 2019 werden drei neue Ausstellungen als Auftakt zum Jubiläumswochenende in einer Gesprächsrunde um 19 Uhr mit allen Kuratoren und Kuratorinnen der Hamburger Kunsthalle eröffnet.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit dem Jubiläum der Kunsthalle feiern wir das 150-jährige Bestehen einer Kulturinstitution, die unsere Stadt und ihre Kulturlandschaft bis heute entscheidend prägt. Seit ihrer Gründung ist die Kunsthalle ein Ort, der vom bürgerschaftlichen Engagement getragen wird und den Anspruch hat, für alle zugänglich zu sein. Es sind diese offenen Räume der Kunst und der Kultur, an denen sich unsere Stadtgesellschaft begegnet und die wir deswegen dringend brauchen. Das Jubiläumsmotto ‚für UNS ALLE‘ könnte deshalb treffender nicht sein.“

Rembrandt. Meisterwerke aus der Sammlung zeigt eine Auswahl herausragender Werke von Rembrandt (1606–1669) aus dem Kupferstichkabinett und aus dem Sammlungsbereich Alte Meister. Die Kunsthalle beherbergt insgesamt mehr als 350 Radierungen Rembrandts. Sie stammen weitgehend aus der Sammlung des Kunsthändlers Georg Ernst Harzen (1790–1863), der seine Sammlung 1863 per Testament der Stadt Hamburg zur Gründung der Kunsthalle vermachte. Präsentiert werden im Harzen-Kabinett und in einem Raum der Galerie Alte Meister über 80 ausgewählte Radierungen und zwei Gemälde von Rembrandt.

Für die Ausstellung 100 Jahre Hamburgische Sezession. Begegnungen in der Sammlung sind aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Künstlerinnen und Künstlervereinigung Hamburgische Sezession in den bestehenden Rundgang der Klassischen Moderne rund 40 Gemälde und Skulpturen von verschiedenen Mitgliedern der Sezession (u.a. von Alma del Banco, Fritz Flinte, Ivo Hauptmann, Paul Henle, Karl Kluth, Dorothea Maetzel-Johannsen, Rolf Nesch, Anita Rée, Otto Rodewald, Heinrich Steinhagen und Gretchen Wohlwill) eingefügt. In der Nachbarschaft zu Werken von Künstlerinnen und Künstlern der europäischen Moderne lässt sich die Hamburgische Sezession in ihrer ganzen Vielfalt erkunden.

Die Ausstellung UNFINISHED STORIES. Geschichten aus der Sammlung zeigt internationale Gegen-wartskunst aus der Sammlung der Kunsthalle, die zu den bedeutenden ihrer Art in Deutschland zählt. Auf einer Fläche von 1.300 qm in der Galerie der Gegenwart sind Meisterwerke, selten Gesehenes und aktuelle Neuzugänge, sowie seit vielen Jahren erstmalig wieder freigelegte ortsspezifische Werke zu sehen. Mehr als 150 Arbeiten entfalten beispielhaft die Geschichte der Kunst von den 1960ern bis in die 2000er Jahre, und machen die Gleichzeitigkeit des Ungleichen, das Nebeneinander und Überlappen unterschiedlicher Stile und Strömungen anschaulich.

Die bereits eröffnete Jubiläumsausstellung Beständig. Kontrovers. Neu im Hubertus-Wald-Forum gibt anhand von Gemälden, Zeichnungen, Graphiken sowie aufgearbeitetem Archivmaterial, Fotografien, Film- und Zeitungsberichten Einblicke in wechselreiche Zeiten der Kunsthalle.

Zu den Höhepunkten des Festprogramms gehört am Samstag, dem 31. August um 14 Uhr ein Podiumsgespräch zur Aktualität des Museums zwischen

  • dem Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda,
  • dem Direktor der Kunsthalle, Dr. Alexander Klar,
  • der Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe, Prof. Tulga Beyerle
  • und dem Verlegerischen Geschäftsführer des Rowohlt Verlags, Florian Illies.

Von 10 bis 15 Uhr gibt es den offenen Workshop Isigami – Faltkunst aus Eintrittskarten. Musikerinnen und Musiker werden die Museumsräume um 15 Uhr und um 16 Uhr in musikalische Klangsphären verwandeln. Um 20 Uhr findet eine Video-Konzert-Performance mit Klavier und Cello zu Caspar David Friedrich statt. Um 21 Uhr startet A Wall is a Screen einen Film-Rundgang vor der Galerie der Gegenwart, bevor ab 22 Uhr die *ALL STARS*-Party mit DJs und Specials bis spät in die Nacht steigt.

Am Sonntag, dem 1. September gibt es erneut die Klangsphären in der Sammlung – beginnend jeweils um 12, 13, 14 und 15 Uhr. Um 16 Uhr gibt Prof. Dr. Rainer Moritz, der Leiter des Literaturhauses, die Lesung Als ich fast einmal über die Hamburger Kunsthalle geschrieben hätte zum Besten. Fulminanter Abschluss auf der großen Treppe des Foyers im ehrwürdigen Altbau wird ein Auftritt des 50-Stimmen starken Gospel- & Popchors Gospolitans sein.

Zahlreiche Führungen durch die Ausstellungen und die Sammlung finden sowohl am Samstag als auch am Sonntag ebenso statt wie Kurzführungen zum denkmalgeschützten Studiensaal des Kupferstichkabinetts und der Bibliothek. Stündlich ab 11.15 Uhr (am Samstag letztmalig um 17.15 Uhr, am Sonntag letztmalig um 16.15 Uhr) gibt es die Familienzeit für Kinder ab 5 Jahren und ihre Familien.

Zum Jubiläumswochenende ist zudem die Onlinestellung der über 1.000 im Museum präsentierten Kunstwerke der Sammlung freigeschaltet. Sie sind mit einem Foto und ihren wichtigsten Basisdaten über die Website abrufbar.

Mehr unter www.hamburger-kunsthalle.de