Ideale. Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike – Kunstmuseum Moritzburg

Die Ausstellung ist eine der zentralen Veranstaltungen des Landes Sachsen-Anhalt zu den Winckelmann-Jubiläen 1017/18 und verfolgt, ausgehend von Johann Joachim Winckelmanns (1717–1768) historischen Verdiensten, die künstlerische Auseinandersetzung mit der Antike vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Die Ausstellung verfolgt, ausgehend von Johann Joachim Winckelmanns historischen Verdiensten, die künstlerische Auseinandersetzung mit der Antike vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zunächst wird auf Winckelmann selbst rekurriert, auf seine epochalen Beschreibungen antiker Skulpturen, die Genese von Abgusssammlungen sowie das Bildungserlebnis von Künstlern, die nach Italien fuhren. Zentrales Moment ist die Wiedergewinnung der Antike, die sich in der Weimarer Klassik kunsttheoretisch und literarisch ausdrückte. Im 19. Jahrhundert wurde die Klassik zunehmend historiografisch und kritisch reflektiert. Der Blick auf die Antike blieb nicht nur einseitig retrospektiv, sondern besaß und entwickelte ein hohes innovatives Potenzial.
Schließlich verfolgt die Ausstellung die Entwicklung im 20. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende. Um 1914 setzte innerhalb der Kunst der Moderne erneut eine Diskussion der Klassik ein, die in der Krise der Klassischen Moderne kulminierte. Die Antike wurde beschworen und zugleich entfremdet und für den Betrachter verrätselt. In der Modernen Kunst seit Winckelmanns Antike liegt auch der inhaltliche Schwerpunkt der Ausstellung. Damit deckt sie mehr als 200 Jahre Antikenrezeption ab.

Vertretene Künstler: Max Beckmann, Hermann Blumenthal, Arno Breker, Eugen Wilhelm Doell, Hans-Peter Feldmann, Anselm Feuerbach, Francisco de Goya, Waldemar Grzimek, Erwin Hahs, Hermann Haller, Max Klinger, Georg Kolbe, Hans von Marées, Adolph Menzel, Otto Meyer-Amden, Philipp Otto Runge, Karl Friedrich Schinkel, Oskar Schlemmer, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Georg Schrimpf, Moritz von Schwind, Carl Adolf Senff.

Weitere Informationen: Kunstmuseum Moritzburg

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