Kommunikationsmuseen bauen Zusammenheit mit Google Arts & Culture aus

(Presseinformation) Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation (MSPT) erweitert ihre Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture und veröffentlicht zum Launch des internationalen Projekts „Once Upon a Try“ weitere elf Online-Ausstellungen und 138 Highlight-Objekte der Kommunikationsgeschichte.

Samuel Morses Telegraph, Philipp Reis‘ Telefon, Heinrich Hertz‘ elektromagnetische Wellen, die Braunsche Röhre – diese und viele weitere wegweisende Erfindungen haben den Lauf der Geschichte verändert und bestimmen noch heute unseren Alltag.

Für das internationale Projekt„Once Upon A Try – Von Erfindungen und Entdeckungen baut die MSPTihre bisherige Kooperation mit Google Arts & Culture weiter aus: In nun insgesamt 14 Themen-Ausstellungen erzählen die drei Museen für Kommunikation in Berlin, Frankfurt und Nürnberg die spannenden und teilweise skurrilen Geschichten hinter diesen bahnbrechenden Erfindungen. Dokumentiert werden die Geschichten anhand von knapp 300 Objekten (Bilder mit Objektinformationen) aus der umfangreichen technik- und mediengeschichtlichen Sammlung der Stiftung.

Neu sind außerdem virtuelle Rundgänge durch die drei Kommunikationsmuseen. Mithilfe der Streetview-Technologie von Google ist es Nutzerinnen und Nutzern nun möglich, noch vor dem Museumsbesuch einen Blick in die drei Schwesternhäuser in Berlin, Frankfurt und Nürnberg zu werfen, die jeweiligen Besonderheiten der Museen und vor allem auch die architektonischen Reize der einzelnen Gebäude zu erleben.

Mit „Once Upon A Try“ veröffentlicht Google Arts & Culture heute die umfangreichste Online-Ausstellung über Erfindungen und Entdeckung, die jemals kuratiert wurde. In 400 interaktiven Online-Ausstellungen mit mehr als 220.000 Exponaten können Nutzerinnen und Nutzer die größten technischen Innovationen der Menschheitsgeschichte und die bedeutenden Wissenschaftler, Tüftler und kreativen Köpfe dahinter erkunden. Neben den drei Museen für Kommunikation beteiligen sich über 110 weitere Institutionen aus 23 Ländern an dem Projekt.„Once Upon A Try – Von Erfindungen und Entdeckungen“ bei Google Arts & Culture:https://artsandculture.google.com/project/once-upon-a-try

Die drei Museen für Kommunikation bei Google Arts & Culture

Museum für Kommunikation Berlin
https://artsandculture.google.com/partner/museum-for-communication-berlin   

Museum für Kommunikation Frankfurt
https://artsandculture.google.com/partner/museum-for-communication-frankfurt

Museum für Kommunikation Nürnberg
https://artsandculture.google.com/partner/museum-for-communication-nuremberg

Die 14 Themen-Ausstellungen der drei Museen für Kommunikation Berlin, Frankfurt und Nürnberg im Überblick

Bilder reisen um die Welt. Die Erfindung der Bildtelegraphie

Bilder werden heute ganz einfach mit dem Smartphone verschickt. Doch vor dem digitalen Zeitalter ist dafür eine aufwendige Technik nötig – die Bildtelegraphie. Lange Zeit ist sie die einzige Möglichkeit der Bildübertragung. Von dem ersten elektronischen Versand im Jahr 1847 bis in die 1980er Jahre arbeiten Erfinderinnen und Erfinder daher an der Verbesserung der Technik.
https://artsandculture.google.com/exhibit/sAICooZCwA2yJQ

Alles nur geklaut! Das Morsealphabet und die Einführung der Telegraphie in Deutschland

1837 konstruiert Samuel Morse in den USA den Morsetelegrafen. Eine Sensation! Erstmals ist eine synchrone Kommunikation über Länder und Kontinente hinweg möglich. Doch der Apparat ist in Europa nicht patentiert. Das nutzen zwei findige Unternehmer aus und vermarkten die Erfindung in Deutschland – mit großem Erfolg!
https://artsandculture.google.com/exhibit/3AKCl-0PURQMIw

Musik aus dem Äther. Die Pioniere des Rundfunks

1919 postuliert Hans Bredow ein neues Medium: den Rundfunk! Die neue Technologie ermöglicht zeitnahen Zugang zu Informationen auch in abgelegenen Gegenden. Dennoch ist es ein langer, von politischen Wechselspielen geprägter Weg von der Erfindung der Elektronenröhre und Hans Bredows Vision des Rundfunks für alle bis zum heutigen Radio. https://artsandculture.google.com/exhibit/IwKCJzgbs1oeIQ

Heinrich von Stephan und die Gründung des Weltpostvereins

Die Gründung des Weltpostvereins und die Vereinheitlichung von Porto und Gewicht für den internationalen Briefverkehr im Jahre 1874 in Bern führt zu einer bahnbrechenden Vereinfachung der weltweiten Kommunikation. Die entscheidende Initiative geht von Generalpostmeister Heinrich von Stephan, Begründer des heutigen Museums für Kommunikation Berlin, aus. Bis heute bestimmt der Weltpostverein für seine 192 Mitgliedstaaten die Regeln des weltweiten Postverkehrs.
https://artsandculture.google.com/exhibit/ygLSTR2hrYbhL

Das Pferd frisst keinen Gurkensalat. Wie Philipp Reis das Telefon erfand

Wer hat eigentlich das Telefon erfunden? Diese Frage wird bis heute leidenschaftlich diskutiert. Der deutsche Physiklehrer Philipp Reis gilt als zentraler Wegbereiter und Namensgeber für das „Telephon“, doch erst der US-Amerikaner Alexander Graham Bell bringt das erste Telefongerät auf den Markt. Im ausgehenden 19. Jahrhundert geht es bei dem Streit um die Erfindung – wie bei vielen anderen Technologien auch – vor allem darum, sie für die eigene Nation zu beanspruchen.
https://artsandculture.google.com/exhibit/2gIC_NA1GafCLQ

Streng geheim! Verschlüsselung im Zweiten Weltkrieg

Enigma, Lorenz-Geheimschreiber, Doppelwürfel – das sind verschiedene Verschlüsselungsgeräte im Zweiten Weltkrieg. Doch wie funktionierten die verschiedenen Systeme und warum war die mechanische Codierung so wichtig für die Kriegskommunikation?
https://artsandculture.google.com/exhibit/zQIC4IzP-w7IL

Von Drahtton über das Textophon zum Tonband

1898 konstruiert Valdemar Poulsen das erste Gerät zur elektromagnetischen Aufzeichnung von Schall: das „Telegraphon“. Er erfindet damit die Magnetaufzeichnung – die Vorrausetzung für Festplatten oder Magnetstreifen auf unseren Kreditkarten. Aus dieser Entdeckung entwickeln sich später erste Geräte zur Aufzeichnung von Telefongesprächen und schließlich das Tonbandgerät und die Compact Cassette.
https://artsandculture.google.com/exhibit/igJCzAgrGcvPKQ

Voll geladen. Wie Elektromobilität die Post veränderte

Die Anfänge der Elektromobilität liegen bereits im 19. Jahrhundert. Schon früh werden Elektromobile bei der Kaiserlichen Reichspost eingesetzt. Gerade im Kurzstreckenbetrieb sind sie aufgrund ihrer größeren Wirtschaftlichkeit gegenüber den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bis in die 1950er Jahre hinein von großer Bedeutung. Seit 2014 lässt die Deutsche Post DHL Group ein eigenes Elektrofahrzeug entwickeln, den StreetScooter, der flächendeckend für die Postzustellung und darüber hinaus eingesetzt werden soll. 
https://artsandculture.google.com/exhibit/EgJSqCsKftqVKA

Fernsehen: Wie die Bilder laufen lernten

Bewegte Bilder in Echtzeit zu übertragen, ist eine lang gehegte Vision. Doch erst mit der Entwicklung der Elektronenröhre wird der Fernseher massentauglich. 1931 wird auf der Deutschen Funkausstellung erstmalig ein elektronisches Fernsehgerät präsentiert. Das erste TV-Großereignis sind die Olympischen Spiele 1936 in Berlin, als es nur wenige private Fernseher gibt. Heute haben 95% aller deutschen Haushalte einen Fernseher.
https://artsandculture.google.com/exhibit/0AKSulYnqhANI

Man fliegt fast vorwärts oder das Reisen mit der Schnellpost

Die im Jahr 1821 eingeführte Schnellpost ist die entscheidende Neuerung im Postreiseverkehr des 19. Jahrhunderts. Mit den Eilwagen und Schnellposten werden die Abläufe an den Poststationen, Pferdewechsel, Rast und Mahlzeit sowie die gesamte Organisation in nie gekannter Weise optimiert. Sind Reisende zwischen Berlin und Frankfurt um 1800 noch rund sechs Tage unterwegs, so benötigt die Schnellpost in den 1820er Jahren nur noch zweieinhalb Tage.
https://artsandculture.google.com/exhibit/ZwLyw3K4ubc4LQ

Musik aus der Dose. Emil Berliner und das Grammophon

1887 erfindet Emil Berliner das Grammophon, den mechanischen Vorläufer des elektrischen Plattenspielers. Später entwickelt der Erfinder mit der Schellackplatte ein Medium, das Musikaufnahmen massenhaft reproduzierbar macht. Als kluger Geschäftsmann weiß der Deutsch-Amerikaner seine Patente zu vermarkten und gründet eine der ersten großen Plattenfirmen – die Deutsche Grammophon.
https://artsandculture.google.com/exhibit/FQICd0WvqVFpLg

Auf einer Wellenlänge: Die Erfindung des Funks

Um 1860 entwickelt James C. Maxwell ein System von Gleichungen, mit dem er elektromagnetische Wellen theoretisch beschreibt. In den 1880er Jahren gelingt Heinrich Hertz dann der experimentelle Nachweis, dass elektromagnetische Wellen physikalisch dem Licht gleichen. Die Entdeckung legt den Grundstein für ein neues Verständnis der Elektrodynamik, aus dem später Rundfunk, Fernsehen oder Mobiltelefonie erwachsen. Die Basis für die heutige Informationsgesellschaft ist gelegt.
https://artsandculture.google.com/exhibit/IQKCvTn2j4P_Lg

Bildschirmtext. Das Netz vor dem Internet

Ein Leben ohne Internet ist heute nicht mehr vorstellbar. Die Weichen dafür stellt 1977 der Vorläufer des Internets: der interaktive Online-Dienst Bildschirmtext, kurz „BTX“. Betreiber des Systems ist die Deutsche Bundespost. Der Erfolg von BTX bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück und der Dienst wird 2001 abgeschaltet.
https://artsandculture.google.com/exhibit/xQJSOPu6jgAeLA

Franz von Taxis und die Erfindung der Post

Franz von Taxis gilt bereits im 17. Jahrhundert als Erfinder der Post. Im Auftrag des späteren Kaisers Maximilian I. baut die Adelsfamilie Taxis seit Ende des 15. Jahrhunderts ein völlig neues Kommunikationsnetz in Mitteleuropa auf. Im ganzen Herrschaftsgebiet richtet sie Stationen ein, an denen Reiter und Pferde gewechselt werden. Auf diese Weise entsteht ein zuverlässiges Transportsystem, das Entfernungen erstmals regelmäßig und schnell überwindet und auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist – die Post.
https://artsandculture.google.com/exhibit/kQJiCfpcXU-gJ

Über Google Arts & Culture

Google Arts & Culture arbeitet seit 2011 mit über 1.800 kulturellen Organisationen zusammen. Die Online-Plattform bzw. App ermöglicht Nutzern die Erkundung der kulturellen Schätze der Welt mit nur einem Klick.

Auf Google Arts & Culture finden sich mehr als 200.000 Kunstwerke, über 6 Millionen Fotos, Videos, Manuskripte und weitere Dokumente zu Themen rund um Kunst, Kultur und Geschichte. Die Online-Ausstellungen stehen allen Nutzern online und gratis im Internet sowie über die Google Arts & Culture App kostenfrei zur Verfügung.