Martin Brady | Radikale Filmexperimente in der DDR

Wir müssen reden. „Bilderstreit“ mit Blickkontakt | Vortrag von Martin Brady am 13.9.2018 im Albertinum. „Radikale Filmexperimente in der DDR“

Thomas Meinecke hat behauptet, dass die offizielle Kultur der DDR oft viel dissidenter als die Subkultur war. Für den Referenten Martin Brady ist das zweifellos nicht nur der Fall in der E-Musik (Paul Dessau, Friedrich Goldmann, Reiner Bredemeyer, Georg Katzer), sondern auch im Bereich des Films. Im Studio für Dokumentarfilme, aber auch außerhalb der DEFA, wurden spannende, experimentelle Kurzfilme gedreht, die besser bekannt sein müssten. In diesem Vortrag werden radikale Filmexperimente u.a. von Jürgen Böttcher (Verwandlungen, 1981) und Studio H&S, das sozialistische Propaganda mit experimenteller Form vereinigt hat (400 cm3 mit Musik von Paul Dessau, 1966; den Antivietnamkriegsfilm 100, 1971), erläutert und interpretiert.

Weitere Informationen: Staatliche Kunstsammlungen Dresden