Open Codes – Leben in digitalen Welten

Eine Einführung in die Ausstellung

DIE WELT VERSTEHEN, IN DER WIR LEBEN.
DIE WELT VERSTEHEN, VON DER WIR LEBEN.
DIE WELT VERSTEHEN, DIE WIR BEWOHNEN.

Unsere Lebenswelt besteht heute zu wesentlichen Teilen aus einer künstlichen, von Menschen gemachten Datenwelt. Digitale Codes bilden den Zugang zu dieser Welt. So erscheint etwa beim Einschalten eines Mobiltelefons zunächst die Aufforderung: »Code eingeben …« und in Paris ist es üblich, sich durch die Eingabe eines Nummerncodes an der Tür Einlass in ein Haus oder einen Raum zu verschaffen. Codes bilden zentrale Schlüssel für den Zugang zu unserer analogen wie digitalen gegenwärtigen Welt.

Mit circa 200 künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeiten soll die Welt der digitalen Codes und der von ihnen beeinflussten künftigen Lebensformen in acht Bereichen dargestellt werden: #GenealogieDesCodes, #Codierung, #MaschinellesLernen, #AlgorithmicGovernance, #AlgorithmischeÖkonomie, #VirtuelleRealität, #Arbeit&Produktion und #GenetischerCode. Die präsentierten Werke bieten Ihnen die Möglichkeit, eine ungewöhnliche Form der Auseinandersetzung mit der Kunst zu erproben und den Ausstellungsbesuch selbst ein Stück weit neu zu definieren. Anders als bei der vertrauten Rezeption von analogen Gemälden, Skulpturen oder Installationen, erschließt sich der Bedeutungshorizont der Werke erst im Prozess physischer Interaktion zwischen BetrachterIn und Werk. Die Partizipation des Publikums ist der Moment, in dem die Werke materiell entstehen. Somit schließt die partizipatorische und analytische Auseinandersetzung mit den Werken neue Formen der Konzentration, Meditation, aber auch der Zerstreuung mit ein. Der »Discours« der Ausstellung ist als architektonischer »Parcours« angelegt, um Ihnen die Gelegenheit zu bieten, selbstbestimmt sowohl zwischen Inseln der Kunst und des Wissens zu wandeln als auch an den sogenannten Work Stations aktiv und kreativ zu werden. Neben den Co-Working-Stations können Sie auch Orte der Ruhe und Rekreation finden. Da sich die Werke erst bei längerer Verweildauer erschließen, stehen Ihnen zudem freie Getränke und Snacks zur Verfügung. Die Ausstellung wird – bei freiem Eintritt! – als eine Mischung aus Labor und Lounge erlebbar, als Lernumgebung und Parkoase zugleich.

Videodokumentation: ZKM | Videostudio

Kamera: Frenz Jordt, Andy Koch, Martina Rotzal, Christina Zartmann
Schnitt: Christina Zartmann
Tonaufnahme: Anton Kossjanenko
Sprecher: Frenz Jordt
Musik: Alexander Rufire, Computer World
Konzept: Regina Hock, Christina Zartmann

Mehr unter open-codes.zkm.de

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