Piraten und Sklaven im Mittelmeer – Sonderausstellung in Schloss Ambras, Innsbruck

Eine Ausstellung von Schloss Ambras Innsbruck und der Universität Innsbruck Die Ausstellung lädt ein zu einer abenteuerlichen Reise in den Mittelmeerraum der Seefahrer und Freibeuter. Sie erzählt von berühmten Piraten und vom militärischen Konflikt zwischen dem Habsburgischen und dem Osmanischen Reich. Dabei standen sich die mächtigsten Herrscher ihrer Zeit sowie berüchtigte Seehelden gegenüber. Es ging um die Kontrolle des westlichen Mittelmeerraumes und der nordafrikanischen Küste. Schlüsselereignisse waren die Belagerung von Tunis 1535 und die Schlacht von Lepanto 1571. Über Jahrhunderte wurden unzählige Frauen und Männer Opfer von Seepiraterie: Entführung, Versklavung und Lösegelderpressung. Ein solches Schicksal prägte entscheidend ihren weiteren Lebensweg und den ihrer Familien.

Piraten und Sklaven im Mittelmeer behandelt zum ersten Mal in einer Ausstellung das Thema der frühneuzeitlichen kulturellen Kontakte und Konflikte in dieser Region. Präsentiert werden Gemälde und Stiche, Waffen und Harnische sowie seltene historische Sklavenberichte aus dem 16. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Darüber hinaus wird der einstige Kulturaustausch zwischen Okzident und Orient auch im Lichte der aktuellen Entwicklungen in diesem Lebensraum beleuchtet. Aufgezeigt wird ebenso der Wandel des Begriffs des Seeräubers und die Wahrnehmung des Piraten als »Helden« u.a. durch die verschiedenen Medien von Film und Literatur.

Mehr unter www.schlossambras-innsbruck.at