Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.

Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Manche dieser Grenzen sind durchlässig und andere tödlich, manche sichtbar gezogen und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder biometrische Verfahren bewehrt. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, „Identität“ und „Fremdheit“, Zugehörigkeit und Ausschluss.

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiter vor den siegreichen Gileaditern und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum München internationale Künstler_innen dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Ovidiu Anton (Wien | Vienna) | Caroline Bergvall (London) | Zach Blas (London) | Sophie Calle (Paris) | Arno Gisinger (Paris) | Vincent Grunwald (Berlin) | Lawrence Abu Hamdan (Beirut) | Ryan S. Jeffery (Los Angeles) & Quinn Slobodian (Cambridge, Ma) | Leon Kahane (Berlin/Tel Aviv) | Mikael Levin (New York) | Fiamma Montezemolo (San Francisco) | Pınar Öğrenci (Istanbul/Berlin) | Fazal Sheik (Zürich | Zurich)

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