Stadt der Frauen – Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938

Oben: Broncia Koller-Pinell. Broncia Koller-Pinell wurde als Bronisława Pineles im damals österreichischen Galizien geboren. Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Broncia_Koller-Pinell

Oben: Teresa Feodorowna Ries. Ihre Familie ermöglichte ihr 1895 den Umzug nach Wien, wo sie als Bildhauerin zunächst nach einem Lehrer suchte, aber als Frau zuerst nur Abweisung erfuhr. Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Teresa_Feodorowna_Ries

Oben: Emilie Mediz-Pelikan. Emilie Pelikan war die Tochter eines Beamten und stammte aus Oberösterreich. Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Emilie_Mediz-Pelikan

Oben: Elena Luksch-Makowsky. Elena Makowsky war die Tochter des Hofmalers Konstantin Makowsky und wuchs in Sankt Petersburg auf. Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Elena_Luksch-Makowsky

Heute sind sie kaum mehr bekannt, auch wenn sie ein Stück Kunstgeschichte geschrieben haben: Künstlerinnen wie Elena Luksch-Makowsky, Helene Funke oder Erika Giovanna Klien leisteten mit ihren Werken einen wesentlichen Beitrag zur Wiener Moderne und den künstlerischen Strömungen nach dem Ersten Weltkrieg. Ihnen, ihrer Kunst und ihrer emanzipatorischen Leistung ist nun im Unteren Belvedere eine längst überfällige Retrospektive gewidmet.

Oben: Fanny Harlfinger-Zakucka war Malerin, Graphikerin und Kunstgewerblerin. Mehr unter https://www.univie.ac.at

Die Ausstellung erweitert den Blick auf die Wiener Moderne, und stellt jene Frauen in den Fokus, die Anfang des 20. Jahrhunderts aktiv das Kunstgeschehen mitgestaltet haben. Zu jener Zeit wurden Frauen, die Künstlerinnen werden wollten, immer noch massiv benachteiligt. Der Zugang zu Ausbildung und Künstlervereinigungen, und damit zu Ausstellungsmöglichkeiten, war ihnen verwehrt. Trotz dieser Hürden gelang es einigen von ihnen, erfolgreich eine Karriere aufzubauen. Im vorwiegend männlichen Kunstbetrieb mussten sie sich ihren Weg hart erkämpfen. Sie fanden Ausbildungsmöglichkeiten und entwickelten Strategien zur Eigenvermarktung. Über die Gründung eigener Künstlerinnenvereinigungen vernetzten sie sich und waren in der Kunstszene aktiv. Viele von ihnen stellten in der Secession, im Hagenbund, im Salon Pisko und in der Galerie Miethke aus. Obwohl in den vergangenen Jahren das Leben und Werk einzelner der damals renommierten Künstlerinnen erforscht und in Retrospektiven aufgerollt wurden, werden ihre Arbeiten bis heute in ihrer Bedeutung unterschätzt und kaum wahrgenommen.

Oben: Helene Funke. Als Tochter einer Industriellenfamilie studierte sie gegen den Willen der Familie ab 1899 an der Münchner Damenakademie Malerei. Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Funke

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